Topografien und Codes - Auf der Spur von...
Radierung - Fotoradierung
Samstag, 23. April 2005 um 17 Uhr
Eröffnung durch Frau Dr. Erika Patka
Ausstellung vom 24. Apr 05 - 15. Mai 05
Täglich 10 -18 Uhr nach telefon. (mail) Anmeldung Fon & Fax: 0 27 72 / 563 63.
Mag. Dr. Ursula Fischer, Lieglweg 23, 3040 Neulengbach, mailto:ursula.fischer@utanet.at , http://www.findart.at .
Auf der Spur von ...
Javier Pérez Gil
Javier Pérez Gil beschäftigt sich mit der Wahrnehmung durch die Sinne und deren Projektion auf technische Errungenschaften des Menschen, und bedient sich dabei auch ikonografischer Sinnbilder (Mensch - Technologie). Das Thema des aktuellen Zyklus bezieht sich auf die psychische Struktur des Menschen in Verbindung mit dem Wesen der Technik. Er spannt den Bogen vom Beginn der Menschheitsgeschichte bis zum Zeitalter der neuen Medien. Die Schlussfolgerung ist die Spiegelung der Systeme von Codes in beiden Welten.
Pérez Gils Druckgraphiken sind Kombinationen aus digitaler Bildbearbeitung, Collage und Tiefdruck.
Während des Entstehungsprozesses wird das ursprünglich verwendete Material (Fotos, gedruckte Abbildungen und dreidimensionale Objekte werden gescannt) verändert und modifiziert. Die Bilder erfahren anschließend durch manuelle Techniken der Radierung einen weiteren Wandel . Pérez Gil bezeichnet dies als Einleitung von "Interferenzen", die durch "das analoge Rauschen" auf das ursprüngliche Bild bewirkt werden.
Henriette Leinfellner
Expeditionen und Topografien
Es ist der Weg, der Prozeß des sich Fortbewegens, physische und auch mentale Bewegungen, die es der Künstlerin möglich machen, Unbekanntes zu entdecken. Eindrücke und Abdrucke schichten sich, legen sich als Sedimente von Wahrnehmung ab. Strukturen werden miteinander vernetzt, moduliert, Verborgenes mitunter freigelegt, und in einen neuen Kontext gebracht.
Spazio incognito (unbekannter Raum), Itinerario (Route) Trayectos (Pfade) sind Titel, die auf das Erschließen neuer Räume hinweisen. Es sind dies Bildräume, die oft durch Gegenüberstellung von kontrastierenden Bildfeldern gestaltet sind. In den Farbradierungen Leinfellners bilden meist aeronautische Navigationskarten den formalen Ausgangspunkt, in den letzten Arbeiten gewinnt die zeitliche Dimension durch Einbindung fotografischer Aufnahmen an Spannung.