Künstlerische Assoziationen zum Bild von Egon Schiele
"Nicht gestraft sondern gereinigt fühl ich mich!"
Neulengbach, 1912. Deckfarbe, Aquarell und Bleistift
Programm:
Do., 15. Sept. 18 Uhr:
Eröffnung mit Vorstellung des "Info Points":
Performance, Installation, Musik, Power Point Präsentation
Umtrunk & Einzug KünstlerInnen des Festivals in die Zellen -
Beginn der öffentlichen Werkstattarbeit non stop
Egon-Schiele-Platz, Schielemuseum/ehem. Zellentrakt
Do., 15. Sept. , 21 Uhr:
Open Air Konzert mit "MIND THE GAP" (Jazz Rock, Innsbruck)
Egon-Schiele-Platz, Lengenbachersaal (bei Schlechtwetter)
Fr., 16. Sept., ab 20:30 Uhr:
EatArtTalk 05: "Egon Schiele & die Freuden des Lebens"
In einer klassischen Diskussionsform - beim gemeinsamen Mahl - reden wir über Kunst & Essen und Schiele & die Freuden des Lebens.
Mit dabei: Romana Schuler, Eva Brenner, Reinhardt Honold, Sascha Windholz und KünstlerInnen des Festivals sowie Reisfleisch, Wein & Gesang für und mit allen.
Gerichtsgebäude Hof / Lengenbachersaal (bei Schlechtwetter)
Freier Eintritt- freies Essen
Sa., 17. September. 2005, ab 17:45 Uhr:
ABSCHLUSSPERFORMANCE & FEST
öffentlicher Auszug der KünstlerInnen aus den Zellen -
Performance mit Musik, Theater, Tanz, Film & Bildender Kunst
Egon-Schiele-Platz, Zellentrakt & Lengenbacher Saal
anschließend Umtrunk
Rahmenprogramm:
Fr., 16. Sept. 18-20 Uhr, Sa., 17. Sept. 10-16 Uhr
"all we need is..." - Architektur_Workshop für Jugendliche
mit Architekt Reinhardt Honold (Innsbruck)
Lengenbachersaal
Sa., 17. September. 2005, 14-16 Uhr
Flying carpet" - Kindertheater Workshop
unter der Leitung von KünstlerInnen des Festivals
Hof des Gerichtsgebäudes/Schielemuseum Neulengbach
Anmeldung & Info: 02772/ 521 05 52
Das Projekt 2005 - 48 Stunden Kunst non-stop in den Zellen:
Im Jahr 2005 setzt das SCHIELEwerkstattFESTIVAL einen neuen, spannenden Impuls: der Zeitrahmen wird auf 3 Tage und auf 48 Stunden künstlerische Arbeiten im ehemaligen Gefängnistrakt konzentriert, wobei teilnehmende KünstlerInnen verschiedener Disziplinen in Rotation und nach einem präzisen 4-Stundentakt die Zellen öffentlich bespielen. Die KünstlerInnen begeben sich für diese Zeit "freiwillig in die Zellen", um am Ort des Geschehens theatrale Szenen, Installationen, Musik, Tänze zu schaffen und damit Schieles Wahrnehmungen und Empfindungen des "Gefangen-Seins" nachzuvollziehen. Die Zellen bleiben in diesem Zeitraum Tag und Nacht für BesucherInnen geöffnet - wer will, kann die Stufen des Arbeitsprozesses mitverfolgen. Zusätzlich bietet ein neuer "Info Point" mit Video-Installationen auf dem Egon-Schiele-Platz einen Treffpunkt für Bevölkerung und Gäste. Die künstlerischen Arbeiten in den Zellen werden hier non-stop über live-Videoprojektionen in den Stadtraum übertragen. Das Festival schließt wie jedes Jahr mit einer Abschlussveranstaltung und Fest.
Künstlerische Disziplinen & TeilnehmerInnen:
Künstlerische Leitung: Dr. Eva Brenner (A/USA), Wissenschaftliche Beratung: Sascha Windholz (A), Dramaturgische Mitarbeit: Nicolas Dabelstein (D), Literatur: Uta Wagner (B), Magda Woitzuck (A), Tanz/Theater/Performance: Eva Brenner, Nicolas Dabelstein, Emel Heinreich (A/TR), Jakub Palacz (PL), Maren Rahmann (D), Sibylle Starkbaum (A), Sun Sun Yap (SING) Theater/Video: Rainer Berson (D), Andreas Pamperl (A) Musik/Konzerte: Angélica Castelló (MEX), Peter Kaizar (A), Gruppe "MIND THE GAP" - Innsbruck, Bildende Kunst: Sylva Marková (CZ), Kristin Matschiner (A), Heliane Wiesauer-Reiterer (A) Retrospektive der SCHIELEwerkstattFESTIVALS 2002-2004: Sascha Windholz (A) Leitung Kindertheater & Workshop: Emel Heinreich & Corinne Eckenstein (CH), Leitung Jugendworkshop: Arch. Reinhardt Honold mit Jugendlichen aus Neulengbach & Umgebung.
Egon Schiele in Neulengbach - 1911-1912:
Im April des Jahres 1912 wurde Egon Schiele in Neulengbach in Verwahrungshaft genommen und wenig später in das Kreisgericht St. Pölten überstellt. Die Hauptbeschuldigung, eine Minderjährige ent- und verführt zu haben, erwies sich allerdings als haltlos. Weil aber Kinder bei ihren Besuchen in Schieles Atelier seine Aktstudien zu Gesicht bekamen, schien dem Gericht der Tatbestand der "Verbreitung unsittlicher Zeichnungen" gegeben; der Künstler wurde zu dreitägiger Kerkerhaft verurteilt. Für Schiele bedeutete dies das größte seelische Trauma seines Lebens, musste er doch ein über vier Wochen dauerndes Strafverfahren und 21 Tage Untersuchungshaft über sich ergehen lassen. In der Zelle schuf Egon Schiele 13 Zeichnungen bzw. Aquarelle, die zu seinen wichtigsten Werken zählen.
Diese Bilder sind Ausgangspunkt und Grundidee des SCHIELEwerkstattFESTIVALS, das 2002 als Kooperation zwischen den Städten Neulengbach, Wien und Český Krumlov - insbesondere dem SCHIELE ART CENTRUM - gegründet wurde. Heute ist Neulengbach im Herzen des Wienerwalds bereits ein pulsierendes Zentrum für internationale experimentelle Kunst mit Schwerpunkt Ost-West-Austausch.
SCHIELEwerkstattFESTIVAL wird veranstaltet von:
PRO & CONTRA, Austrasse 44, 3040 Neulengbach, mailto:office@experimentaltheater.com .
PR & Pressearbeit: ANZELINIS BÜRO, Monika Anzelini, mailto:monika@anzelini.at , T: 0699-1322 4663
PROJEKT THEATER STUDIO
Spielort: FLEISCHEREI, Kirchengasse 44
OFFICE: Burggasse 34, A-1070 Wien
Tel./Fax: +43 (1) 524 07 38, mailto:office@experimentaltheater.com , http://www.experimentaltheater.com .