Enthüllung des Denkmals "Mobiles Erinnern"
Dienstag, 25. Oktober 2005, 18.00 Uhr, Schulpark, Hauptplatz Bruck/Leitha
Gedenkveranstaltung zu den Todesmärschen ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter 1944 - 1945
Etwa 40.000 ungarische Juden befanden sich vor Kriegsende im Bereich des heutigen Österreich, waren in Arbeitslagern untergebracht oder wurden quer durch das Gebiet unter anderem auch in die Konzentrationslager Mauthausen, Ebensee und weiter nach Gunskirchen transportiert. Sie hinterließen viele Spuren, die heute auf den ersten Blick nicht mehr sichtbar sind: aufgelassene Lagerbaracken oder Gräber zählen ebenso dazu wie Erinnerungen und Erzählungen, die teilweise dokumentiert sind. Während der Transporte verloren viele der geschwächten ungarischen Juden aufgrund ihrer schlechten Versorgung oder auch in Folge von Gräueltaten und Seuchen ihr Leben. Davon zeugen auch über 100 Totenscheine, die im Stadtarchiv von Bruck/Leitha entdeckt wurden.
Das Projekt "Mobiles Erinnern", eine vom Künstler Christian Gmeiner gestaltete Stahlskulptur mit einem stilisierten Judenstern, reist an Schauplätze des NS-Terrors.
Auf Einladung von Kulturstadtrat Norbert Payr wird dieses mobile Denkmal ab dem 25. Oktober am Hauptplatz von Bruck an der Leitha zu sehen sein.
Musikalisch umrahmt wird die Enthüllung vom Ensemble "Bruck and Brass".
Gemeinsam mit der Ausstellung des Stadtarchivs bildet das "Mobile Erinnern" den zweiten Themenschwerpunkt der Stadtgemeinde zum Gedenkjahr 2005.
Info: Stadtgemeinde Bruck/Leitha, Tel. 02162 / 62 354-60
Eröffnung der Ausstellung des Brucker Stadtarchivs:
"Vorurteile - Anordnungen - Schicksale. Dokumente erzählen Geschichte"
Dienstag, 25. Oktober 2005, 19.00 Uhr, Wienerturm Bruck/Leitha
Zum Gedenken an die Todesmärsche ungarisch-jüdischer Zwangsarbeiter vor 60 Jahren gestaltet das Stadtarchiv Bruck waren Totenscheine ungarischer Zwangsarbeiter, die im Vorjahr im Stadtarchiv Bruck wiederentdeckt wurden. Anhand von Dokumenten wird versucht zu zeigen, wie es möglich war, eine Bevölkerungsgruppe durch Gesetze und Anordnungen auszugrenzen, zu entwürdigen, zu verfolgen und zu töten. Die Illustrationen von Sascha Kiss werden den Dokumenten gegenübergestellt.
Die Eröffnung wird musikalisch vom Ensemble "Bruck and Brass" umrahmt.
Ausstellungsdauer: 25. Oktober bis 6. November 2005
Öffnungszeiten:
26. Oktober, 1. November: 14.00 bis 18.00 Uhr
29. Oktober, 30. Oktober, 5. November, 6. November: 10.00 bis 12.00 und 14.00 bis 18.00 Uhr
Gruppen und Schulklassen gegen Voranmeldung unter Tel. 02162 / 62 354-60 (Mo.-Fr. vormittags)
Info: Stadtarchiv Bruck/Leitha, Dr. Petra Weiß, Tel. 02162 / 62 354-60, mailto:stadtarchiv@bruckleitha.at .
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