Anlässlich des Mitte November im indischen Bangalore startenden Projekts "World-Information City" hat die Wiener Medienkultur-Institution Netbase vergangene Woche unter dem gleichen Titel auch eine Zeitung vorgestellt. Im Mittelpunkt der zwanzig Seiten umfassenden Sonderausgabe steht die Frage nach den vielfältigen Zusammenhängen von "Stadt und geistigem Eigentum". Mit 40.000 Stück Auflage soll das Druckwerk neben Wien, Europa und Indien auch beim UN-Weltgipfel der Informationsgesellschaft in Tunis Verbreitung finden.
"Tiefgreifende gesellschaftliche und technologische Entwicklungen haben neue Informationslandschaften herausgebildet, die unser Leben nachhaltig verändern", erklärt Netbase-Leiter und Herausgeber Konrad Becker. "Es ist von großer Bedeutung, diese Prozesse zu beschreiben und ihre sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Folgen aufzuzeigen". Insbesondere der Vormarsch von digitalen Restriktionstechnologien und das Ausufern der Intellectual Property-Regime machen es notwendig, nach neuen Wegen zu suchen, die den Schutz der intellektuellen und kulturellen Commons ermöglichen.
In "World-Information City" kommen internationale Expertinnen und Experten aus den Bereichen Kunst, Theorie und Wissenschaft zu Wort, die eine Vielzahl kritischer Standpunkte zur Politik des Einengens durch immer weitreichendere Copyrights und Patentierungen vertreten. Die Zeitung möchte demzufolge wichtige Denkanstöße bieten. "Wir alle produzieren im täglichen Leben Kultur und müssen uns entscheiden, ob wir in der Informationsgesellschaft Restriktionen durchsetzen oder Zugänge öffnen wollen", so Becker abschließend.
Informationen zu "World-Information City":
http://world-information.org/bangalore .
Rückfragen und Bestellungen:
Netbase - Institut für Neue Kulturtechnologien/t0
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