Die Tschuschenkapelle gehört zu Wien, wie der Schlag auf dem Apfelstrudel. Vor 15 Jahren begann der gelernte Soziologe Ninic, der es geschickt verstand, den rauen Charme eines slawonischen Traktorhändlers zu kultivieren, ein österreichisches Publikum mit der Herkunftsmusik der hunderttausenden GastarbeiterInnen zu konfrontieren, die da den heimischen Reichtum miterarbeiteten. So sang er sich mit sonorem Tenor durch Pannonien, die Länder des ehemaligen Jugoslawien, den südlichen Balkan und die Türkei, mitreissende an Herz und Seele gehende Lieder, tat dies aber mit so viel Wärme, dass man sich anstatt der Pulsadern dann doch noch eine Flasche Sljivovica öffnen musste. Eine seltene Kunst. In der jüngsten Besetzung klingt die "Kapelle" südlicher denn je.
Samstag 19. November 2005, 20.00 Uhr, Schüttkasten Ebenthal, Karten im Vorverkauf EUR 14 bei allen Raiffeisenkassen Konto Nr. 9.406.091, BLZ 32985, mit Zahlschein bei Abendkassa abzuholen, Abendkasse EUR 17, http://www.kulturig.net .