Das "Gedankenjahr" 2005 neigt sich dem Ende zu. Im Mittelpunkt standen dabei 60 Jahre Zweite Republik und 50 Jahre Staatsvertrag. Beide wurden ebenso gebührend gefeiert, wie auch kritisch beleuchtet. In dieser "Standortbestimmung" soll nicht nur über die Jubiläen diskutiert werden, sondern auch über die Reflexion derselben. Hat diese dazu beigetragen, die verhärteten Fronten in Bezug auf die Betrachtung der österreichischen Geschichte aufzuweichen? Oder gelten immer noch die einfachen Formeln: Hier erstes Opfer Hitlers, dort seit jeher unverbesserliches Nazi-Land? Welche Perspektiven für die Zukunft wurden entwickelt, nachdem sich durch den Fall des Eisernen Vorhanges und dem Beitritt Österreichs und seiner mitteleuropäischen Nachbarländer zur Europäischen Union die Grundlagen und Paradigmen der "Nachkriegsordnung" aufgelöst haben? Kann die "Erfolgsgeschichte" Zweite Republik auch unter völlig veränderten Rahmenbedingungen fortgeschrieben werden? Mit Rudolf Scholten, ehemaliger Kunst- und Unterrichtsminister und Charles Ritterband, langjähriger Österreich-Korrespondent der angesehen "Zürcher Zeitung" diskutieren darüber ein wesentlicher Mitakteur der Geschichte der Zweiten Republik mit einem kritischen Beobachter unter der Leitung vom Michael Fleischhacker, Chefredakteur und scharfzüngiger Leitartikler der Tageszeitung "Die Presse".
Begrüßung:
Dr. Ernst Wurz, Obmann der WALDVIERTEL AKADEMIE
Mag. Martin Anibas, Obmann der Blaugelben Galerie Zwettl
Referenten:
Red. Dr. Charles Ritterband
Dr. Rudolf Scholten
Moderation: Chefred. Michael Fleischhacker
im Anschluss Spielfilm: Der dritte Mann (Carol Reed, GB, 1949)
Eintritt: Euro 5
Nähere Informationen:
Waldviertel Akademie, 02842/53737
mailto:waldviertel.akademie@wvnet.at , http://www.waldviertelakademie.at .