Martin Le Chevallier, Michael Höpfner, Kozek Hörlonski, Dorit Margreiter, Pia Mayer, Barbara Musil & Karo Szmit, Gregor Neuerer. Die Zeit, das heißt ihre Einteilung in einen Kalender und in chronologische Messeinheiten, diente ursprünglich der Orientierung, beeinflusst uns aber inzwischen so weit, dass sie zu einer persönlichen Kostbarkeit geworden ist. Die Zeit begleitet uns, verfolgt uns, überholt uns. Und obwohl sie so präzise messbar ist wie noch nie, ist die Zeitwahrnehmung eine der großen Unbekannten: manchmal vergeht die Zeit nicht, ein anderes Mal wieder rennt sie davon. Michael Ende schickte uns damals "Momo", heute erklären uns populärwissenschaftliche Zeitmanagement-Ratgeber die Disziplinierungsmaßnahmen, wie sich die Zeit noch effizienter nützen ließe. Die Frage ist dieselbe: Bestimmen wir die Zeit oder sie uns?
Die KünstlerInnen der Ausstellung thematisieren auf ganz unterschiedliche Weise das Zeiterleben, die Dauer und die Dimensionen von Zeit beziehungsweise unterbrechen und verschieben diese. Sie beschleunigen Abläufe, gönnen sich Auszeiten oder synchronisieren vergangene und gegenwärtige Ereignisse um damit die soziale Regulation von Zeit zu unterlaufen, kurz: um einmal für kurze Zeit die Zeit anzuhalten. Konzept: Ruth Horak
Ausstellungsdauer: 2.12.2005 bis 14.01.2006, Besucherinfo: Kunstraum NÖ, Herreng. 13, 1014 Wien, Tel: 01/904 21 11, mailto:office@kunstraum.net , http://www.kunstraum.net , Öffnungszeiten: DI-FR 11.00-19.00, DO 11.00-20.00, SA 11.00-15.00, http://www.kunstraum.net .