Jetzt Kulturrisse lesen und feiern!
Schon vorbereitet auf den EU-Ratsvorsitz Österreichs? Womit sollen, müssen wir rechnen? Von Seiten des Kunststaatssekretärs Franz Morak scheinen die Vorgaben klar zu sein: Sein Handlungsfeld in Europa umreißt er zwischen Tradition und Kulturindustrien. Was er mit Tradition meint wissen wir, aber was sind Kulturindustrien? Die neueste Ausgabe der Kulturrisse gibt einige Antworten darauf und das ganze in ein neues Layout gepackt, handlich, praktisch und gut.
Imaginierte man noch bis vor kurzem Kultur als im "Reich der Freiheit" angesiedelt, abseits der Zwänge des Marktes, so findet sich heutige Kultur mitten im Kampf zwischen Marktwirtschaftlichkeit, Umwegrentabilität und Tourismusbelange. Die Kreativwirtschaft kommt dabei einer Heilsbotschaft gleich, die sich bei näherem Hinschauen als Experimentierfeld der Wirtschaft erweist - ein Bollwerk für die neoliberale Umgestaltung.
Aus dem Inhalt:
Heinz Steinert: Schöne neue Kulturindustrie.
Elisabeth Mayerhofer:
Die Copy-und-Paste-Politik. Zur Institutionalisierung eines Polithypes.
Armin Medosch: Kreative Entwicklung? Netzkultur und Immobilienhaie.
Angela McRobbie:
"Everyone is Creative". KünstlerInnen als PionierInnen der New Economy?
Heike Ekea Gleibs und Tim Schmalfeldt:
Europäische Gemeinschaft für Kreativität und Selbstinitiative.
Paolo Virno:
Virtuosität im Postfordismus. Kulturindustrie als Vorwegnahme und Paradigma.
Isabell Lorey:
Selbst-Prekarisierung von KulturproduzentInnen. Ein Beispiel neoliberaler Subjektivierung.
Martin Wassermair:
Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. ÖVP und Bundeskanzler gehen nach dem nationalen Jubeljahr in die EU-Verlängerung.
Thomas Rothschild: Täter, Opfer und Gerechtigkeit. Zum aktuellen Zustand der SPÖ.
Daniela Koweindl:
Von schweren Anschlägen und deren Kollateralschäden. Folgerecht als totes Recht für lebende KünstlerInnen.
Bestellungen:
Kulturrisse 0405 - "Kulturindustrien"
Einzelpreis: 6,00 Euro / Jahresabo: 22,00 Euro (erscheint mind. 4x im Jahr) / StudentInnenabo: 17,00 Euro
IG Kultur Österreich, Gumpendorfer Straße 63b, A-1060 Wien
Tel: +43 (1) 503 71 20, Fax: +43 (1) 503 71 20 - 15
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