Ausstellungsdauer: 12. März - 17. April 2006
Robert Svoboda
Eine Familiengeschichte - oder jedes Ding hat zwei Seiten
"Robert Svoboda »spielt« in seinen »Liebesgedichten« und »Beziehungsgeschichten« mit Gegensätzlichem - mit Vergangenem und Gegenwärtigem.
Die Bildtafeln, im rechten Winkel von der Wand abstehend montiert, sind Bildobjekte die zwei Seiten gleichzeitig zeigen. Gestern und Heute, mittels Siebdruck in transparentem Schwarz auf Plexiglas gedruckt, verbinden es sich miteinander. Alte Familienfotos von den Eltern, Großeltern, Verwandten und aus der eigenen Kindheit, vermischen sich mit Aktuellem. Die Zeiten werden aufgehoben, Gleichzeitiges entsteht - der Vater als Kleinkind mit dem erwachsenen Sohn, Kindheitsfotos mit dem eigenen Hochzeitsfoto. Der Reiz der alten Fotos bleibt einerseits in den großgerasterten Siebdrucken erhalten, anderer-seits schafft diese Technik eine Distanz, wird allzu Nostalgisches dadurch vermieden. Das Vergangene erscheint oft konkreter als das Gegenwärtige.
Die Arbeiten vermitteln Witz und Wehmut, Herzlichkeit und Ironie. Eine Auseinandersetzung mit der eigenen Familiengeschichte, eine Identitätssuche oder eine humorvolle Beziehung zur eigenen Familie?
Die Interpretation bleibt dem Betrachter überlassen."(Helga Cmelka)
"Ich bin der Schatten meiner selbst - meint Robert Svoboda; das Kind im Künstler zeigt sich in seinem Schatten - oder umgekehrt. Spiel mit der Divergenz zwischen Gegenstand und Schattenbild. Der geworfene Schatten ist nicht identisch mit dem im Licht stehenden Gegenstand - das strahlende Kind ist in seinem Schatten erwachsen geworden."
(Dagmar Travner)
1959 in Wien geboren, lebt und arbeitet seit 1996 in Brunn am Geb, NÖ
Seit 1984 als freischaffender Maler und Grafiker tätig.
1984 Eröffnung eines Ateliers für Druckgrafik (Radierung und Siebdruck), Gründung der Galerie und Edition "art&print" für original Druckgrafik.
Seit 1986 Herausgabe von Grafikeditionen verschiedener KünstlerInnen im Siebdruck.
1990/91 Herausgeber des Art Index (Informationsbroschüre für bildende Kunst).
Seit 1996 Lehrauftrag für künstlerischen Siebdruck und Reprografie an der Universität für angewandte Kunst in Wien.
Seit 1994 Leitung der Galerie Arcade in Mödling mit Helga Cmelka.
Teilnahme am Int. Symposium in Kajaani/Finnland und an den Kunsttagen in Kleinsassen/ Hessen/D. Organisation verschiedener Ausstellungsprojekte u.a. Intern. Kleingrafik- und Exlibrisprojekt 90, Graphik aus Wien und Triest, Kunstherbst 87 - Galerie Schottenring (mit Haimo L. Handl) Keramikprojekt "Ausformungen", 1996 und Projekt »Künstlerpaare» 1998 im NÖ DOK-Zentrum St. Pölten (mit H. Cmelka), "So wollen wir uns da wiedersehn", Karmeliterkirche Wr. Neustadt, 2005
1995 art multiple/Düsseldorf mit art&print
Personalausstellungen u.a.: Galerie Cartesius, (Triest) - mit H. Cmelka, Galerie Knoll (Wien), Galerie Krupan (München), kunstraumarcade (Mödling), Galerie Schottenring (Wien), -Fillgrader Galerie (Wien), Galerie Mercedeshof (Baden), Wiener Künstlerhaus, Galerie VKK Eichgraben.
Die Installation "Die Abwesenheit" (mit Haimo L. Handl) wurde in dere Skala/Wien, Galerie Vaihinger/Radolfzell/D, Galerie Arcade/Mödling, Kunststation Kleinsassen/D und im Theater am Saumarkt/Feldkirch ausgestellt.
Beteiligungen u.a.: Stadtgalerie Offenbach/; Centro Friulane/Udine; NÖ DOK-Zentrum/
St. Pölten; Römerquelle Kunstwettbewerb; Expositione Alpe/Adria/Muggia; Triest, Goricia; Galeria Mesta, Bratislava; 3. Fahnenfestival Krems/Stein; Sala de Cultura/Barcelona/E; -Stadtmuseum Kirashaki/Japan; Kunst in der Landschaft III, Prigglitz/NÖ; Kunstverein Baden; Flag Art Festival, Seoul/Korea, Herzenschrei - Györ, Klagenfurt, Baden.
Helga Reay-Young
"Fast hat es den Anschein, als spiele das Glas, das man in erster Linie als Helga Reay-Youngs Material zu sehen gewohnt ist, für ihre Arbeit gar keine so wichtige Rolle. Dass es ihr kaum um die Selbstdarstellung des Materials geht, liegt auf der Hand. Glas ist in ihrer Arbeit zwar als etwas Wesentliches unübersehbar präsent, aber es ist eher als etwas Selbstverständliches, gelegentlich fast Beiläufiges, das Sinn und Bedeutung erst im allgemeinen Zusammenhang, in der Verbindung mit anderen Teilen und anderen Materialien gewinnt. Glas erscheint in ihren Arbeiten als so etwas wie der Katalysator, der ihre aus der Natur entwickelten Themen trägt, intensiviert und oft überhaupt erst zu wirklichen Themen macht."
Dr. Helmut Ricke, Direktor des Kunstmuseums Düsseldorf, D
1965 - 69 Studium der Architektur / Innenarchitektur
1983 - 84 Praktikum in der Glasmalerei Hein Derix, Kevelaer
1984 - 86 Studium der Glasmalerei bei Patrick Reyntiens an der Central School of Art and Design, London, UK., Diplom CSAD
seit 1986 eigenes Atelier
1988 - 89 Assistentin von Ursula Huth im Bild-Werk e.V.
seit 1989 Teilnahme an den zweijährigen Woman\'s International Glass Workshops in Island, Wales/UK, Österreich, Japan, Irland, Amerika, Neuseeland
seit 1991 Gastdozentin für Flachglas an der Frühjahrs- und Sommerakademie des Bild-Werk e.V., Frauenau
seit 1994 Gastdozentin für Glas/Mixed Media, u.a.: im Frauenzentrum Rüsselsheim, Mark Angus - Summer School, Bath/UK
Ausstellungen / Auswahl
2000
"5th European Glass Sculpture Exhibition", Fortis Banque, Liège, Belgien
"Glas 2ooo", Glasmuseum Immenhausen
"In the Presence of Nature", Städt. Galerie, Wroclaw, Polen (E)
3. Intern.Ausstellung "Glasplastik und Garten", Munster/Lüneb.Heide
"ans Licht gebracht", Kreishaus Bergisch Gladbach (E)
8.Triennale: Deutschland - Australien, MAK Frankfurt/M.
2001
8.Triennale: Deutschland - Australien, Sydney, Adelaide
The Plumbline Gallery, St. Ives, Cornwall, UK (E)
German Studio Glass, Brandt Contemporary Glass, Torshälla, Schweden
2002
"Glass with Altitude", Lane Gallery, Auckland, Neuseeland
4. Intern.Ausstellung "Glasplastik und Garten", Munster/Lüneb.Heide
"Verwandte Formen", Glasmuseum Immenhausen (E)
2003 "hier und heute", Glas aus Deutschland, Schloss Theuern/ Ostbayern
2004
5. Intern. Ausstellung "Glasplastik und Garten", Munster/Lüneb.Heide
"A Sense of Place", Material Matters Gallery, Toronto/Kanada
2005
"Vert", Installation, Cent lieux dart, Solre le Chateau, F, (E)
grassimesse, Grassi Museum, Leipzig
Nähere Informationen: Kunstverein Baden - GALERIE, Beethovengasse 7, 2500 Baden, Tel 0699-12345010, mailto:[buchegger@mycity.at] , [http://www.kunstverein.baden.com] .
Öffnungszeiten: Sa 10.00 bis 12.00, 14.30 bis 18.00 Uhr