Erstmals bietet Campus Cultur mit einem Gastspiel der Freien Bühne Wieden am 14. März einen Theaterabend. Am Programm steht ein Stück des österreichischen Autors Wilhelm Pellert über die Filmschauspielerin und Erfinderin "Hedy Kiesler Lamarr".
Sie spielte zwar die erste Nacktszene der Filmgeschichte, erfand aber auch die technische Grundlage für das mobile Telefonieren - Hedy Lamarr (1914-2000) lässt sich also nicht so ohne weiteres auf die Rolle als Sexsymbol festlegen.
Die Schauspielerin stammte aus Wien, wo sie Ende der 20er Jahre von Max Reinhardt entdeckt und gefördert wurde. In den 30er Jahren emigrierte sie (nach Aufenthalten in Paris und London) in die USA und trat an der Seite von Stars wie Spencer Tracy, Clark Gable, James Stewart oder Judy Garland in zahlreichen Hollywoodfilmen auf. Mithilfe der Kenntnisse, die sie sich (noch in Österreich) in der Ehe mit einem Waffenproduzenten erworben hatte, entwickelte sie während des 2. Weltkriegs gemeinsam mit dem Komponisten George Antheil eine Funkvorrichtung zur Fernsteuerung von Torpedos, um die Amerikaner im Kampf gegen Nazideutschland zu unterstützen.
Wilhelm Pellert (*1950) zeigt in seinem Theaterstück das Porträt einer faszinierenden künstlerischen Persönlichkeit und selbstbewussten Frau des 20. Jahrhunderts.
Michaela Ehrenstein als Hedy Lamarr wird in der Produktion der Freien Bühne Wieden musikalisch unterstützt von Hartwig Eitler (Saxophon), Franz Luttenberger (Klavier) und Gerhard Stächelin (Schlagzeug). Regie führte Gerald Szyszkowitz. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 im Kino im Kesselhaus.
"Hedy Kiesler Lamarr"
Theaterstück von Wilhelm Pellert
Dienstag, 14. März 2006, 19:30 Uhr (Eintritt frei)
Kino im Kesselhaus, Krems
Information und Kartenreservierung:
Donau-Universität Krems, Campus Cultur, Tel. 02732 893/2571
mailto:claudia.kittinger@donau-uni.ac.at , http://www.donau-uni.ac.at/cultur .