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Infos der Kulturvernetzung Niederösterreich

Erika Mitterer-Tagung zum 100. Geburtstag in Wien

Uraufführung der "Kantate über die Liebe" in Klosterneuburg

Am 30. März hätte die Wien und Klosterneuburg gleichermaßen verbundene Schriftstellerin Erika Mitterer ihren 100. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass veranstaltet die Erika Mitterer-Gesellschaft in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Gesellschaft für Literatur (OGL) von Montag, 27., bis Donnerstag, 30. März, in Wien eine international und interdisziplinär besetzte Tagung unter dem Titel "Das Jahrhundert der Ideologien im Spiegel der österreichischen Literatur".

Nach einem Empfang durch Nationalratspräsident Dr. Andreas Kohl inklusive einer Lesung von Mitterer-Texten durch Kammerschauspielerin Marianne Nentwich am Montag im Parlament sind der Dienstag und Mittwoch dabei in den Räumlichkeiten der OGL Vorträgen und Diskussionen zu den Themen "Erika Mitterer und die österreichische Literatur des 20. Jahrhunderts", "Literatur im Dienste von Ideologien", "Schreiben wider den Zeitgeist" sowie "Dichtung und politische Gegenwart" vorbehalten.

Den Abschluss bildet am Donnerstag um 19.30 Uhr die Uraufführung der "Kantate über die Liebe" im Augustinersaal des Stifts Klosterneuburg. Prof. Peter Planyavsky hat die Kantate - eine Meditation über Gedichte von Erika Mitterer ("Eine Liebe") und Erich Fried ("Was es ist") - eigens für diesen Anlass komponiert und wird die Uraufführung auch dirigieren.

Rechtzeitig zum Jubiläum wird auch Erika Mitterers Hauptwerk, der 1940 entstandene Inquisitionsroman "Der Fürst der Welt", im Seifert-Verlag neu aufgelegt. Der Roman, der Mitterers internationalen Durchbruch begründete, gilt als herausragendes Beispiel der Literatur der "inneren Emigration" mit verdeckter Kritik am NS-Regime. Eine weitere aktuelle Neuerscheinung kündigt der Praesens-Verlag an: Esther Dürs Buch "Erika Mitterer und das Dritte Reich" ist die erste umfassende literaturwissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Werk Erikas Mitterers, der mehrfach preisgekrönten, heute aber nahezu in Vergessenheit geratenen Epikerin, Lyrikerin und Dramatikerin.

Nähere Informationen bei der Erika Mitterer-Gesellschaft unter 02243/245 65, mailto:e.mitterer-ges@inode.at , mailto:office@erika-mitterer.org , und http://www.erika-mitterer.org .

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