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Ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter in NÖ 1944/45

Buchpräsentation in der St. Pöltner Synagoge

Das NÖ Institut für Landeskunde wird heute, Dienstag, 16. Mai, um 17 Uhr gemeinsam mit dem Institut für Geschichte der Juden in Österreich in der Synagoge in St. Pölten den Band 45 seiner "Studien und Forschungen" vorstellen. Die drei Autoren (Eleonore Lappin, Susanne Uslu-Pauer und Manfred Wieninger) beschäftigen sich mit dem Thema ungarisch-jüdische Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter aus unterschiedlichen Perspektiven. Mit diesem Buch liegt nun erstmals eine über die Todesmärsche hinausgehende umfassende Darstellung zu den Lebens- und Arbeitsbedingungen ungarischer Jüdinnen und Juden in den Lagern in Niederösterreich sowie der gerichtlichen Verfolgung der Täter durch österreichische und britische Behörden vor. Die Präsentation des Buches wird der Abgeordnete zum NÖ Landtag Dr. Martin Michalitsch vornehmen.

Dr. Eleonore Lappin, Institut für Geschichte der Juden in Österreich (St. Pölten), forscht und publiziert seit vielen Jahren zum Thema Zwangsarbeit ungarischer Jüdinnen und Juden in Niederösterreich. Ihre Quellen waren Augenzeugenberichte, Gendarmerieprotokolle, österreichische und britische Prozessakten, schriftliche und mündliche Berichte von Überlebenden.

Mag. Manfred Wieninger, Germanist und Schriftsteller, beschäftigt sich schon seit einigen Jahren journalistisch mit dem Thema. Ihm ist die Lokalisierung zweier im Gebiet des heutigen großen Viehofener Sees gelegenen Lager von Zwangsarbeitern zu verdanken.

Mag. Susanne Uslu-Pauer, Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes in Wien, beschäftigt sich in ihrem Beitrag mit der strafrechtlichen Verfolgung - oder Nicht-Verfolgung der während der Zwangsarbeitereinsätze und Todesmärsche verübten Verbrechen.

Der Band hat 248 Seiten, ist illustriert und zum Preis von 25 Euro beim NÖ Institut für Landeskunde erhältlich.

Weitere Informationen: NÖ Institut für Landeskunde, Telefon 02742/9005-13983 oder 16255, mailto:post.k2institut@noel.gv.at .

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