Der veränderte Schaumstoff wird von Josef Trattner in einer Performance aus den Fensterrahmen entfernt und im Bassin kann dann im Schaumstoff gebadet werden. Einige Schaumstoffwürfel kommen neu hinzu, damit das Material auch wohlig angenehm ist. In Prunkräumen der Beletage (Räume " Diana", "Äneas", "Lob der Künste", "Ikarus", "Chronos", "Gartenkunst" und "Herkules") wurden sogenannte "Stuckliegen" aufgestellt, die den darauf liegenden Besuchern den beleuchteten Deckenstuck zur Betrachtung anbieten. Zudem wurden alle unteren Bereiche der Fenster in diesen Räumen mit bunten Schaumstoffresten geschlossen. Das nach außen wuchernde Material signalisiert nicht nur den Standort der Prunkräume, sondern ermöglicht durch höheren Lichtstand eine plastischere Sicht auf den prächtigen Deckenstuck.
R-Egal - Gartenmöblierung auf Schloss Thürnthal, 20. Mai 2006 bis ?
Es wird hier versucht in Anlehnung an die damalige Situation einer historischen Gartenanlage, mit speziell dafür entworfenen Artefakten eine künstlerische Gartenanlage zu entwerfen. R-Egal wurde im Jahr 2005 von den Architekten Auböck / Karasz erfolgreich "möbliert". Ihre Grundintention war es, Pflanzen aus dieser Region zu verwenden, die für die nächsten Jahre das R-Egal bespielen sollen. R-Egal hat sich als äußerst gelungene Gartenidee herausgestellt. Auch für das Jahr 2006 soll eine weitere Bepflanzung durch ein neu gestaltetes R-Egal vorgenommen werden.
Gartenstück
Zudem wird an der Westseite des Schlosses ein weiteres prozessuales Gartenprojekt gestartet. Ein Kunstrasen 600 x 400 cm, wird nach einem barocken Gartengrundriss geschnitten, für einen Monat platziert, und danach um 180° gedreht und versetzt wieder aufgelegt. Dieses "Gartenstück" soll eine Weiterführung der Gartengestaltung in Schloss Thürnthal sein. 5 Platzierungen sind angedacht (Mai, Juni, Juli, August, September).Wie bei R/Egal ist der Prozess der Veränderung über die Natur ein wesentliches Kriterium.
Kubus
Der Kubus (400 x 400 x 400 cm) bezieht im Innenhof des Schlosses eine Position, die die Architektur in einer anderen Dimension erscheinen lässt. Sein Aussehen wird über die BesucherInnen permanent verändert. Die 64 Kuben werden für diverse Veranstaltungen mit verwendet (Theater, Konzerte, Feste) und erfahren so immer wieder eine Umschichtung, und somit eine Neugestaltung. Der Kubus, als ein Symbol.
Renate Christian zeigt ihre Wäsche in den Bussi Räumen. Am 20. Mai öffnet Josef Trattner die Fenster von seinen Materialien (Schaumstoff), und gibt den Blick nach Außen wieder frei. Damit ein Neues Hineinschauen, und somit ein neues Hinausschauen gegeben ist, wird Renate Christian mit ihrer "Möblierung" einziehen. Sie wird ihre "barocke Wäsche" für 2 Tage in der Beletage des Schlosses zeigen. Seien Sie wie die Blumen, Madame,- frönen Sie nur der Liebe! (Octave Mirbeau, Der Garten der Lüste, 1848-1917) Das BOUDOIR - Insidern bekannt als das philosophisch-erotisch inspiriertes Designer-Dessous-Geschäft. Wäsche-Designerin Renate Christian studierte an der Universität für Angewandte Kunst Mode bei J.C. de Castelbajac und V. Westwood; arbeitete danach bei Popy Moreni in Paris. 1995 gründete sie das BOUDOIR, in der Berggasse gegenüber dem Freud Museum.
Info: http://www.schlossthuernthal.at .
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