30. Juni bis 1. November 2006
Dienstag-Sonntag, 10-12 und 13-17 Uhr
Hanno Karlhuber ist ein Künstler, der versucht Innovation mit Tradition zu verbinden. Unter dem Titel "Magischer Realismus" stellt er vom 30. Juni bis 1. November 2006 im Egon Schiele-Museum einen Querschnitt seines Werkes vor.
" .... Er zeigt nicht eine Welt der Reisen und reizvollen Landschaften, er geht in die Tiefe von Träumen und Phantasien, die oft genug dunkel sind, als sei das Leben nur in der Nacht aktiv, als sei alles Licht gebündelt auf einen Ausschnitt oder in weite Ferne gerichtet. Unwillkürlich meint man eine unstillbare Sehnsucht zu spüren, die den Künstler treibt und die er im Malen sich zu stillen bemüht. Das Dunkle lastet schwer und übermächtig, die Signale stehen auf Rot, oder verweigern die Weiterfahrt, das Fernlicht gibt nur eine einsame Allee frei und die Angst des Kindes vorm Erlkönig wird traurige Realität im Rückspiegel.
Öl-Tempera Feinmalerei, dicht und vielschichtig gemalt ist die eine, die technische Seite, mit meisterlichem Können werden die Gegenstände detailgetreu dargestellt, Bäume und Gläser, Häuser, Autos, Feld, Wald und Himmel sind Objekte der malerischen Perfektion. Die andere, die künstlerische Seite, ist aber ebenso vielschichtig und lässt Hintergründe und Tiefen erkennen, die aus der ewigen Suche nach Wahrheit und Erkenntnis, aber auch aus Ängsten, Sorgen und Nöten und aus schlaflosen Nächten geboren scheinen. Träume verbinden sich mit Erfahrungen, Surreales mit Realität. Der oft monatelange malerische Prozess lässt zudem Stimmungen zu, die im schnellen Aquarell oder der Zeichnung zwar ebenfalls aufkommen, die aber im langen und geduldigen Aufbau der Farben viel mehr dem täglichen Wandel der Emotionen ausgeliefert sind. Als würde aber hinter all dem Dunklen schließlich immer wieder das Helle als Erlösung stehen, ist das letzte Detail bei einem Bild allemal die Überhöhung durch das Licht, das irgendwo in der Ferne dann doch leuchtet. Tröstlich, wenn auch unerreichbar. Aber es signalisiert, dass dort, irgendwo, auch ein Mensch sitzt hinter dem einzigen erleuchteten Fenster. Einsamkeit geteilt mit dem Unbekannten, irgendwo im Dunkel der Nacht."
Aus einem Text von Prof. Angelica Bäumer
Hanno Karlhuber organisiert auch immer wieder Ausstellungsprojekte. Das letzte hat im März 2006 in Regensburg stattgefunden. Unter dem Titel "Neue Donauschule" wurden sechs zeitgenössische Künstler vorgestellt, die alle entlang der Donau wohnen und arbeiten und auch innerlich, im Sinne von Innovation und Tradition, auf die "Alte Donauschule" Bezug nehmen.
Biographie: Hanno Karlhuber
1946 geboren in Dresden.
1950 Übersiedlung nach Österreich.
1968-1972 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in Wien, Meisterklasse Prof. Rudolf Hausner, Diplom für Malerei.
1980-1982 Studium der japanischen Malerei an der Tokyo Geidai. Beginnt mit Videoarbeiten.
1996 Ateliereröffnung Diesterweggasse 6, Wien XIV.
2000-2005 Künstlerischer Leiter der Galerie Akum mit dem Programmschwerpunkt magischer Realismus, visionäre Malerei, phantastischer Realismus.
Ausstellungsbeteiligungen und Einzelausstellungen seit 1972 in Österreich, Deutschland, Italien, Portugal und Japan.
Hanno Karlhuber lebt und arbeitet in Wien.
Nähere Informationen: Andreas Pimperl, Stadtamt Tulln a.d. Donau, A-3430 Tulln a.d. Donau, Nußallee 4, Tel. ++43-2272-690-142, Fax ++43-2272-690-690, http://www.tulln.at , http://www.tulln.info .