Purgstall - Wieselburg - Ybbs: Vor 90 Jahren wurde der berühmte Maler Egon Schiele als Schreiber der Station für kriegsgefangene Offiziere in Mühling bei Wieselburg zugeteilt. Als einjährig freiwilliger Korporal leistete er im Erlauftal seinen Militärdienst. Von 1916 bis 1917 schuf er dadurch einige interessante Werke im Erlauftal. Sein wohl bekanntestes Landschaftsbild, die "Zerfallende Mühle", entstand dabei in Purgstall. Schiele hat für dieses Bild einen Teil der zerfallenden Bergmühle in Unternberg gemalt. Anlässlich des 90jährigen Jubiläums widmet der Purgstaller Hobbyhistoriker Franz Wiesenhofer dem bekannten Maler eine Sonderausstellung im Erlauftaler Feuerwehrmuseum. Wiesenhofer dokumentiert aus Schieles Kriegstagebuch den Aufenthalt in der Region und gibt Einblick über seine vielen Ausflüge die er im Erlauftal und im Bezirk Melk unternommen hat.
Bei der Vernissage hob NAbg. Karl Donabauer in seiner Rede die vielen Aktivitäten des Erlauftaler Feuerwehrmuseums hervor. Carl Aigner, Direktor des NÖ Landesmuseums, nahm die Eröffnung vor. Er sieht das Bild der "Zerfallenden Mühle" auch als Zeichen für den Zerfall der österreichisch-ungarischen Habsburg-Monarchie. Schiele, so Aigner, war ein fantastischer Porträtist der auch viele Landschaften schuf.
Die Ausstellung kann noch bis 26. Oktober am Samstag, Sonntag und an den Feiertagen von 13 bis 17 Uhr im Erlauftaler Feuerwehrmuseum besichtigt werden.
Information: Franz Wiesenhofer, Telefon 07489 / 2914 oder 0664 / 58 429 58 oder mailto:franzwiesenhofer@web.de .