Sowohl am Eröffnungswochenende als auch beim Abschlussblock von Allegro Vivo sind berühmte Serenaden Mozarts mit großen Werken der Jahresregenten Dmitri Schostakowitsch und Robert Schumann verbunden. Wo die Besucher des Eröffnungskonzertes noch das beeindruckende Spiel von Anika Vavic, Klavier, Martin Mühlfellner, Trompete und der Academia Allegro Vivo unter der Leitung von Bijan Khadem-Missagh in Schostakowitsch Konzert für Klavier, Trompete und Streicher in Erinnerung haben, erklingt im Abschlusskonzert Schumanns "Frühlingssymphonie". In nur vier Tagen hat der Komponist dieses wegweisende Werk geschaffen und viermal hintereinander erklingt es in den schönsten Stiften Niederösterreichs und der Pfarrkirche von Waidhofen an der Thaya.
Diese musikalische "Hoch-Zeit" bringt das Programm der Konzerte mit dem Tonkünstler-Orchester Niederösterreich unter der Leitung von Bijan Khadem-Missagh.
Am Mittwoch, dem 13. September, um 19.30 Uhr erklingt in der Pfarrkirche Waidhofen mit Mozarts "Haffner-Serenade" Hochzeitsmusik und mit Schumanns 1. Symphonie ein Werk, dessen Wärme der großen Liebe des jungen Komponisten zu Clara Wieck zugeschrieben wird. Am Donnerstag, dem 14. September, um 19.30 Uhr ist das Programm in der prächtigen Stiftskirche von Melk zu hören und am Freitag, dem 15. September kann man ab 17.30 Uhr die Sonderausstellung "Unter deinem Schutz...- Das Marienbild in Göttweig" besuchen und danach um 19.30 Uhr die gewonnenen Eindrücke musikalisch verarbeiten.
Das Festivalabschlusskonzert, am Sonntag, dem 17. September, um 16.00 Uhr ist ausverkauft.
Eos Quartett auf Schloss Rosenau
Am Samstag, dem 16. September, um 19.30 Uhr konzertiert das Eos-Quartett auf Schloss Rosenau. Besucher können im Freimaurermuseum Mozarts dem sagenumwobenen Bündnis nachforschen, seine Musik hören und Streichquartette von Schostakowitsch und Brahms genießen. Der Konzertabend wird mit Mozarts fünftem von insgesamt sechs "Mailänder-Quartetten" eröffnet, die sich durch jugendliche Unbekümmertheit, Lieblichkeit aber auch eine gewisse Grazie auszeichnen und in ihrem musikalischen Inhalt schon die großen Streichquartette des Jahresregenten erahnen lassen. Dmitri Schostakowitsch Streichquartett Nr. 6 op. 101 hatte der Komonist seiner Frau Nina Wassiljewna gewidmet die im Jahr vor der Entstehung verstorben war. Nach dem Tode Stalins und der Einführung eines offeneren Kulturlebens gab Schostakowitsch die Möglichkeit sich frei vom Druck des Regimes zu entfalten. Wie wichtig Johannes Brahms die Streichquartett-Besetzung war, zeigt sich in der langen Auseinandersetzung mit der Gattung, ehe er nach gut zwanzig Jahren sein erstes Werk veröffentlichte. Sein Kompositionsstil im Streichquartett Nr.1 c-moll op.51, welches im zweiten Teil zu hören ist, baut auf der Tradition Mozarts und Beethovens auf und gilt aufgrund seiner thematischen Verarbeitung als wegweisend bis ins 20. Jahrhundert.
Karten und Informationen unter http://www.allegro-vivo.at , oder 02982-4319.