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Niederösterreichische Landeskorrespondenz

Bildpunkt : Zeitschrift der IG Bildende Kunst

Heft Winter 2006/2007: populäre Provokationen

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Mit seinem Anti-68er-Romanpamphlet "Elementarteilchen" avancierte Michel Houellebecq vor ein paar Jahren zum Vorzeigeprovokateur des Literaturbetriebes. Populäre Provokation par excellence. Den Eindruck zu erzeugen, als wären feministische Forderungen umgesetzt, libertär-sozialistische Utopien verwirklicht, antikoloniale Befreiung erreicht und man müsse nun gegen die Herrschaft dieser vereinigten Posthippies provokant anschreiben, ist selbst Teil hegemonialer Bestrebungen. Allerdings stand es auch mal anders um die Provokation: Sie gehörte zum Standardrepertoire künstlerischer Avantgarden. Auch wenn sie später als Strategie kaum mehr eingesetzt wurde, trat sie als Effekt dennoch häufig auf. Und stand dabei in deutlich emanzipatorischer Tradition: Aufzeigen, Aufrütteln, Anderssein.

Ob es um die Provokation als progressives, emanzipatorisches Mittel endgültig geschehen ist, steht zur Debatte. Welche Rolle sie beispielsweise im politischen Aktivismus der Volxtheaterkarawane gespielt hat, diskutiert Gini Müller. Dass provokative Aktionen in feministischen künstlerischen Praktiken eine lange Tradition haben, kommt sowohl im Text von Sonja Eismann, als auch im Gespräch der Redaktion mit Tanja Ostojic und Fahim Amir heraus. Dennoch reflektieren alle die Problematik, die Martin Büsser als Zustimmung beschreibt: Die breite Akzeptanz habe zumindest dem Pop seine letztmöglichen Provokationen geraubt.

Entscheidend bei der Provokation ist die Frage der Rezeption entscheidend: Wer klatscht und warum? Und mit welchem Erfolg? Markus Wailands Glosse handelt vom Wegklatschen. Auch beim Tabubruch im Kontext des Antisemitismus kommt es darauf an, bemerkt Sylvia Köchl, wer applaudiert. Um die Rezeption besorgt sind auch die WerbestrategInnen, provozierend allerdings viel weniger, als man dachte - zeigt Rudi Maier. Wie sich Werbung dennoch in die Körper einschreibt, reflektiert auch die Arbeit von Jorge de León.

Im Kulturpolitik-Teil des aktuellen Bildpunkt geht es mögliche Strategien kulturell und/oder sozial Marginalisierter: Daniela Koweindl schreibt über die neue Welle an Rückzahlungsforderungen des Künstlersozialversicherungsfonds, Sabine Benzer über das Bundesvernetzungstreffen kulturschaffender Frauen, Natalie Deewan über eine Sprengung des Fremdenrechtspakets.

Auf unterschiedlichen Ebenen können sowohl die Bildstrecke von Dominik Hruza, als auch das Poster von Toledo i Dertschei als künstlerische Arbeiten gelesen werden, die zugleich kommentierend und intervenierend im Kampf um (bzw. gegen) kulturelle Hegemonie Stellung beziehen. Schließlich haben wir uns in diesem Kampf, hatte einst Antonio Gramsci betont, auf einen "Stellungskrieg" einzurichten.

::::::: Bildpunkt erscheint vier Mal im Jahr.
Jede Ausgabe widmet sich einem Themenschwerpunkt. Zentral sind dabei ästhetische, aktivistische und theoretische Strategien samt ihrer gegenseitigen Verschränkungen und Überschneidungen.

::::::: Redaktion: Eva Dertschei, Jens Kastner (Koordination), Daniela Koweindl, Nora Sternfeld, Carlos Toledo

::::::: Versand-Abos sind zum Kostenbeitrag von EUR 12,- (Inland) bzw. EUR 16,- (Ausland) pro Jahr über die IG Bildende Kunst zu beziehen.

::::::: Bildpunkt bestellen:
IG Bildende Kunst, Gumpendorfer Straße 10-12, A-1060 Wien
mailto:office@igbildendekunst.at , Tel.: +43 (0)1 524 09 09

::::::: Bildpunkt
::::::: Zeitschrift der IG Bildende Kunst
::::::: http://www.igbildendekunst.at/bildpunkt .

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