Der von Wien nach Scheibbs zugezogene Gärtner Ludwig Weinbrenner gründete nach Auffinden eines geringen Tonvorkommens auf seinem Grund 1923 spontan die "Tonindustrie Scheibbs" und erzeugte in den ersten 10 Jahren mit hervorragenden Künstlern (Rudolf Knörlein, Gudrun Baudisch, Walter Bosse, Hilde Heger, Helene Dörr - Ausbildung Kunstkeramische Werkstätte Wienerberg, Michael Powolny, Robert Obsieger und Vally Wieselthier) expressive Kunstkeramik von internationaler Qualität, die zu 80 % exportiert wurde (U.S.A., Südamerika u.a.).
Nach dem Konkurs 1933 und der Flucht Weinbrenners nach Paraquay, wurde nach kurzer Unterbrechung 1937 die Scheibbser Keramik gegründet, die seither gute Kunstkeramik im Stil der Zeit produziert(e). Besonders die künstlerisch hochwertigen Keramiken der ersten 10 Jahre waren in Scheibbs und in der übrigen Welt völlig vergessen. Sie wurden vom Scheibbser Ehepaar Hottenroth wiederentdeckt, seit 1993 weltweit gesammelt und zu einer einzigartigen Sammlung gefügt, die zusammen mit den jüngeren Keramikwaren ab 1. Mai 2007 im "Keramikmuseum Scheibbs", dem ersten österr. Keramikmuseum öffentlich zugänglich gemacht werden.
Nähere Informationen:
Keramikmuseum Scheibbs, Erlafstraße 32, 3270 Scheibbs
07482/45699 oder 0676/5584091
mailto:hahaho40@hotmail.com , http://www.keramikmuseumscheibbs.at , (in Arbeit)