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Veranstaltungen und Festivals

Ausstellung DER GESICHTSLOSE BLICK

Eröffnung am 11. Jänner, 19.00 Uhr im Kunstraum NÖ, Wien

Ausstellungsdauer: 12.01.2007 03.03.2007
Öffnungszeiten: Di, Mi, Fr 11 - 19 Uhr, Do 11 - 20 Uhr, Sa 11 - 15 Uhr
Ort: Kunstraum Niederösterreich, Herrengasse 13, 1010 Wien

KünstlerInnen: Bernhard Hosa, Philipp Haupt & Ralo Mayer, Markus Gradner & Stephan Uggowitzer, M.I.R. (Hannah Swoboda, Gerald Wenzl, Sylvia Winkelmayer), Hannah Swoboda

Kuratorin: Alexandra Schantl

Westliche Demokratien sind heute mit vielfältigen Formen von Überwachung und Kontrolle konfrontiert, so dass der von Michel Foucault geprägte Begriff der Disziplinargesellschaft aktueller denn je erscheint. Für die gegenwärtige Situation des Kapitalismus (Postfordismus) ist in der Gefolgschaft von Gilles Deleuze auch die Rede von einer Ablöse der Disziplinar- durch die Kontrollgesellschaft, da die Disziplinarmechanismen von der Gesellschaft gewissermaßen verinnerlicht wurden und nunmehr auf sämtliche Lebensbereiche Anwendung finden.

Die Ausstellung Der gesichtslose Blick beschäftigt sich anhand verschiedener künstlerischer Positionen im Wesentlichen mit den Strukturen und Machtmechanismen der vielfach zitierten Kontroll- und Disziplinargesellschaft und geht insbesondere der Frage nach, inwieweit diese im Rahmen des individuellen Handlungsspielraumes unterlaufen werden können. Was die einzelnen Arbeiten miteinander verbindet, sind die angewendeten künstlerischen Strategien bzw. Medien und ihr widerständisches Potential.

Die partizipatorisch angelegte Arbeit von Markus Gradner und Stephan Uggowitzer erweckt vordergründig den Anschein eines aufklärerischen Reportagevideos zum Thema Schwarzarbeit. Insgesamt erweist sich das Projekt jedoch als äußerst ambivalent, da die Künstler einerseits subversiv und andererseits als Komplizen des Systems agieren, indem sie das Überwachungsmedium Video letztlich affirmativ einsetzen.

Die KünstlerInnengruppe MIR nimmt in ihrer Video-Installation auf Jeremy Bentham (1748-1832) Bezug, der mit dem Panoptikum das ideale Gefängnis erschaffen wollte. Mit der teilweise skurrilen Biographie Bentham s kokettierend, entwickelt die Gruppe MIR mit ihrem Auto Icon ein komplexes Beziehungsgeflecht von gesichtslosen , sich gegenseitig überwachenden Blicken.

Hannah Swobodas Arbeit basiert auf Hinweisschildern, die in der Art herkömmlicher Verbots- und Gefahrenzeichen gestaltet sind, jedoch Personen bei diversen verbotenen Handlungen (z.B. Autodiebstahl) zeigen. Ihr geht es darum, zu beweisen, dass damit lediglich eine neue Ordnung eingeführt wird, die wiederum all diejenigen verdächtigt, die sich nicht an den gültigen Verhaltenskodex halten.

Am Beispiel der österreichischen Strafvollzugspraxis beschäftigt sich Bernhard Hosa in seinen skulpturalen Installationen mit dem auf den Körper ausgeübten Zwang. Um diesen zu visualisieren, ist er vor allem der Frage nachgegangen, wie viel bzw. wie wenig Raum einem Häftling ohne Verletzung der Menschenrechte zusteht und inwieweit es hierfür gesetzliche Standards gibt.

Transdisiziplinäre Forschungsarbeit ist auch vordringliches künstlerisches Anliegen von Philipp Haupt und Ralo Mayer , deren Arbeit maßgeblich von der Kritik an der spätkapitalistischen Gesellschaftsordnung geprägt ist. Ihre Installation Gothenburg N.B. verweist formal auf eine Vortragssituation: Sesselreihen, ein Vortragstisch, eine Videoprojektion, Informationsmaterial zur freien Entnahme. Inhaltlich geht es dabei um die Visualisierung von Wissen im Allgemeinen, Machtgefügen im Besonderen und die Suche nach morphologischen Gemeinsamkeiten.

KünstlerInnen
Gradner Markus, 1976 in Horn geboren, lebt und arbeitet in Wien
Haupt Philipp, 1975 in Wien geboren
Hosa Bernhard, 1979 in Amstetten geboren, lebt und arbeitet in Wien
Mayer Ralo, 1976 in Eisenstadt geboren
M.I.R., 21.5.2004 in Mikulas / Slowakei gegründete KünstlerInnengruppe, Mitglieder: Swoboda Hannah, Winkelmayer Sylvia, Wenzl Gerald;
Swoboda Hannah, 1978 in Wien geboren, lebt und arbeitet in Wien
Uggowitzer Stephan, 1981 in Steinmauer/Schweiz geboren, lebt und arbeitet in Wien
Wenzl Gerald, 1975 in Wien geboren, lebt und arbeitet in Wien
Winkelmayer Sylvia, 1981 in Wagna geboren, lebt und arbeitet in Wien

Kunstraum NOE, Herrengasse 13, 1014 Wien, Tel 01/90 42 112, Fax 01/90 42 112, mailto:office@kunstraum.net , http://www.kunstraum.net .

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