Maximilian Geller - altsax
Walter Lang - piano
Hajo von Hadeln - drums
Manolo Diaz - bass
Das Jazz-Quartett um den Münchner Filmkomponisten ("Die Apothekerin", "Geier im Reisrand", "Liebesluder", "Das Duo") und Altsaxophonisten Maximilian Geller gönnt uns einen etwas anderen Mozart.
Ruhig, unaufgeregt, beinahe kühl und lässig servieren die vier Musiker einen brillant formulierten Grenzgang zwischen der Klassik des genialen Salzburgers und eleganten Formen eines sehr gepflegten Modern jazz mit Latin-, Swing- und Cool-Elementen. Fast schwerelos wirkt das inspirierte Spiel zwischen heiterer Melancholie und tiefer Ernsthaftigkeit. Das Maximilian Geller Quartett scherzt nicht mit Mozart, dazu nimmt es ihn viel zu ernst. Man spielt ihn - und ein wenig mit ihm. Das ist gelungen.
Was manchem Puristen wegen scheinbarer Leichtigkeit vielleicht banal, ja unter Umständen süßlich vorkommen mag, ist jedoch alles andere als (zu) leichte Muse. In federleichten Arrangements transportiert "Lacrimosa" einige der schönsten Musiken Mozarts in eine gültige neuzeitliche Form. Die großen Opern "Don Giovanni" und "Die Zauberflöte" nehmen dabei - ihrer Bedeutung angemessen - neben Auszügen aus der Klaviersonate c-moll KV 457, der Sinfonie g-moll KV 550, der Sinfonia Concertante KV 364 und der zweiten Arie der Gräfin aus "Figaros Hochzeit" beherrschende Positionen ein. Ins Zentrum aber haben Maximilian Geller und seine Mitspieler das bewegende "Lacrimosa" aus dem unvollendet gebliebenen "Requiem" KV 626 gestellt - eine unprätentiöse Verneigung vor dem Genius. (von Frank Becker)
http://www.maximiliangeller.com .
Freitag, 23. Februar 2007 / 19.30 Uhr
Pölz-Halle Amstetten
Karten: Kultur- & Tourismusbüro Amstetten Tel. 07472/601-454.
Kartenpreise: Euro 18,00 / 19,50 / 21,00