Eier dienten den Menschen seit Jahrtausenden nicht nur als Nahrungsmittel, sondern als Symbole von Fruchtbarkeit, Kraft und Regeneration, von ewigem Leben und Wiederauferstehung auch für zahlreiche Rituale. So blieb beispielsweise der Brauch, Eier als Grabbeigaben in Gräber zu legen, in Mähren bis ins Mittelalter erhalten. Der Glaube an die vitale Kraft des Eis wurde von der christlichen Kirche in Liturgie und Symbolik übernommen, das Ei zum Symbol der Auferstehung Jesu.
Das Verzieren von Eiern ist seit Jahrhunderten ein lebhaftes kulturelles Phänomen in Mähren. Die älteste und häufigste Methode der Verzierung war das Färben mit roter Farbe. In der Volkssymbolik ist Rot die Farbe der Stärke und des Lebens, die böse Mächte bekämpft. Weitere Verzierungstechniken sind Batik (Bemalen mit Bienenwachs), Bemalen mit Farbe, Kratzen, Ätzen und Applizieren.
Das Interesse an Ostereiern in Böhmen und Mähren ist eng mit der Gründung von volkskundlichen Museumssammlungen im späten 19. Jahrhundert verbunden. Die größten Sammlungen befinden sich in den Museen in Prag, Olmütz und Brünn. Die Ostereier-Sammlung des Ethnographischen Instituts des Mährischen Landesmuseums in Brünn umfasst über 7000 Stück. Eine Auswahl von rund 350 Stück wird im Ethnographischen Museum Schloss Kittsee gezeigt. Rahmenprogramm: Sonntag, den 25. März 2007 von 10.00 - 17.00 Uhr Vom Ei zum Osterei - Vorführung von traditionellen Verziertechniken.
Eröffnung: Samstag, den 24. Februar um 14.00 Uhr, geöffnet 25. Februar bis 29. April 2007. Ständige Schausammlung: "Volkskunst aus Ost- und Südosteuropa" Sonderaustellungen: "Grabhölzer aus Ungarn" 17. 12. 2006 - 15. 4. 2007. Das Museum ist geöffnet Di - So von 10.00 - 16.00 Uhr, ab 25. 3. 2007 Di - So von 10.00 - 17.00 Uhr. Ethnographisches Museum Schloss Kittsee, Dr. Ladislaus Batthyanyplatz 1, 2421 Kittsee, Tel. 02143/2304, Fax: 02143/2025, mailto:office@schloss-kittsee.at , http://www.schloss-kittsee.at .