Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

  • ALLE NEWSLETTER-BEITRÄGE
  • NEWSLETTER BESTELLEN
Hauptmenü:
  • ALLE NEWSLETTER-BEITRÄGE
  • NEWSLETTER BESTELLEN

Hauptmenü ein-/ausblenden
Inhalt:
Veranstaltungen und Festivals

Crime sells - Verbrechen als Motor der Stadtwahrnehmung

Vortrag von Michael Zinganel im Kunstraum NÖ am 1. März

Dem Verbrechen wird für die Wahrnehmung der anwachsenden Metropolen der Moderne eine zentrale Bedeutung zugeschrieben: Im 19. Jahrhundert wird der Thrill des Verbrechens zum zentralen Verkaufsfaktor einer Gewinn orientierten Kulturindustrie: crime sells, in den Tageszeitungen, in Wachsfigurenkabinetten, in Detektivromanen - und später im Kino und im TV.

"Das Verbrechen" dient dabei aber ebenso als gemeinsamer "Realität" und Identität stiftender Gesprächsstoff für das anonyme Großstadtpublikum. Die Repräsentationen des Verbrechens in den Massenmedien helfen die einander fremden, räumlich distanzierten Bewohner der Großstadt zu einer Gemeinschaft, zu einer imagined community zusammenzuführen - und vorerst unbekannte, leere, erfahrungsfreie Räume erstmals mit Inhalten zu füllen und so dem Publikum zu erschließen - wenn auch meist als Orte des Unglücks, des Elends oder des Verbrechens (Schwartz 1998).

So wie die Methoden des Stadtreporters sind auch die der in Wissenschaft der Stadtsoziologie direkt der Polizeiarbeit entlehnt (Lindner 1996). Die Werkzeuge zur Wahrnehmung der Großstadt sind daher maßgeblich von der Produktkraft des Verbrechens geleitet. Der statistische Raster wissenschaftlicher Untersuchungen produzierte eine neue Konzeption der Stadt, dessen Zweck ihre Kontrollierbarkeit und Heilung darstellte. Die vermeintlich instrumentale Reinheit der Wissenschaft wurde aber stets durch anderes Wissen aus Kunst, Massenmedien und populären Mythen überlagert. Viele historische Gefahrenorte konnten ihrer Stigmatisierung und Diabolisierung solange nicht entkommen bis sie schlussendlich neu gestaltet wurden.

Michael Zinganel, arbeitet als Architekturtheoretiker, bildender Künstler und Kurator in Graz und Wien; Lehraufträge und Gastprofessuren an unterschiedlichen Universitäten. Ausstellungen, Projekte und Publikationen, u. a. über Stadt und Verbrechen und zuletzt zur Touristifizierung des Alltags.

Beginn: Donnerstag 1.3.2007, 19.00. Um Anmeldung wird gebeten: mailto:anmeldung@kunstraum.net , http://www.kunstraum.net .

Weitere Beiträge von diesem Tag Alle Newsletter-Beiträge anzeigen

Startseite

Kulturvernetzung NÖ auf Instagram
Kulturvernetzung NÖ auf Facebook
Kulturvernetzung - Kultur.Region.Niederösterreich
Projekte der Kulturvernetzung Niederösterreich
  • Viertelfestival
  • Tage der offenen Ateliers
  • Come In! Galerie
  • Come On! - Fördermöglichkeiten für Jugendkultur in Niederösterreich
  • klimaschonend Kultur veranstalten
  • „Artist in Residence“ im Bereich Literatur in Waidhofen/Ybbs
  • Pop-up-Galerien
  • KunstStoff - das Magazin der Kulturvernetzung Niederösterreich GmbH
Gefördert von
Presseservice
  • Presseaussendungen
  • Pressefotos
Orientierung
  • Übersicht
  • Suche
  • Hilfe
Impressum
  • Datenschutzerklärung
Kulturvernetzung Niederösterreich GmbH 2026
Seitenanfang
nach oben springen