08.03.2007
Eine Ausstellung von Walter Rieseder - Irrungen und Wirrungen
Innere und Äußere Wahrnehmungszustände
Ort: Markowetztrakt
Vernissage: 08.03.2007, 19 Uhr
Öffnungszeiten: 10.03.2007 17-19 Uhr, 11.03.2007 15-18 Uhr, 13.03.2007 17-19.30, 16.03.2007 17-19 Uhr, 17.03.2007 17-19 Uhr, 18.03.2007 15-18 Uhr
Das Leben wie ein Computerspiel. Und immer ein Level weiter, wer nicht acht gibt wird zurückgesetzt oder zerstört. Jede Arbeit beschreibt einen Zustand und alle zusammen ergeben eine nie enden wollende Geschichte. Bis das GAME OVER vor die Augen schlittert!
09.03.2007
Eine Ausstellung von Marita Makowitschka - Portraits aus dem Universum
Sakrale Textilkunst , Messgewänder aus Seide
Ort: Kulturwerkstatt
Vernissage: 09.03.2007 18 Uhr
Öffnungszeiten: 10.03.2007 17-19 Uhr, 11.03.2007 15-18 Uhr, 16.03.2007 17-19 Uhr, 17.03.2007 17-19 Uhr, 18.03.2007 15-18 Uhr
10.03.2007, 19.30 Uhr
Phaidon - Theaterstück des Philosophen Plato
Ort: Kulturwerkstatt
Es spielen: Hagnot Elischka, Anselm Lipgens
Es handelt sich um den berühmten Text des Philosophen Plato in dem er den letzten Tag im Leben von Sokrates beschreibt.
Sokrates sitzt in der Todeszelle, soll am Abend hingerichtet werden - und philosophiert mit seinen Freunden. Es werden mathematische Probleme diskutiert, und natürlich auch mit strenger Logik die Berechtigung der Todesangst. Nachgedacht wird auch über den Begriff "Seele", und was von den Überlieferungen zu halten sei, die über das Sein nach dem Tode berichten.
Zwei Menschen unserer Zeit wollen nun die letzten gemeinsamen Gedanken und Reden von Sokrates und dessen Freunden nachvollziehen. Sie versuchen unter Zuhilfenahme ihres Wissens um einige Werke des Philosophen, sich einem lebendigen Diskurs zu nähern. Ihre heutige Widerborstigkeit schlägt sich in der Qualität der Erinnerungsarbeit nieder. Sie entwickeln gemeinsam alle Figuren, welche in den letzten Stunden bei Sokrates waren. Sie spielen Sokrates, spielen seine Freunde, seine Frau, einen Sklaven und den Menschen, der Sokrates den Giftbecher reicht und darüber weint.
Ein Denk-Kampf. Aber auch ein Abend über den Witz bei Plato, eine Untersuchung über die Persönlichkeit des Sokrates (den die steifen, würdevollen Professoren gerne als ihresgleichen stilisieren).
Die beiden Protagonisten locken einander mit Hilfe der Logik in Denk-Fallen. Bereiten Zangenangriffe vor, haben die Trümpfe gut hinter kleinen Zwischen-Beweisen versteckt. Attacken werden mit großer Gewalt vorangetrieben.....Wissen scheint oft eine fragliche Größe zu sein. Die beiden Grübler agieren äußerst aufgekratzt und angriffig. Kein weihevolles Reden. Dies entspräche auch dem historischen Plato nicht. Das Auditorium wird auf nahezu erotische Art in Denkvorgänge von einer, am Theater unüblichen Vielschichtigkeit, gezogen.
Diese Arbeit ist auch für jeden Nichtphilosophen durchaus nachvollziehbar, spannend und vergnüglich. Das Denken wird sinnlich wahrnehmbar gemacht und theatralisch erlebbar.
"Uns war ganz merkwürdig zumute. Bedauern kam gar nicht auf - wie man doch denken sollte beim Tod eines Freundes - glücklich schien Sokrates nämlich..."
Der Text "Phaidon" entstand etwa um 387 v.Chr.
Nähere Informationen finden Sie unter http://www.kulturszene.at .