Produzent: Schauspielhaus Salzburg / Elisabethbühne
Estragon: Nichts zu machen
Wladimir: Ich glaube es bald auch
Mit diesen Worten beginnt das absurde Theaterstück "Warten auf Godot".
Alle traditionellen Gesetze der Dramaturgie ignorierend, lässt Samuel Beckett die beiden clownartigen Clochards Estragon und Wladimir in einer weder zeitlich noch räumlich konkretisierten Situation neben einem Baum an einer Landstraße auf "Godot" warten. Sie wissen nichts über ihn und sind nicht einmal sicher, ob heute der verabredete Tag ist. Bei Tagesende erscheint ein ängstlicher Junge und richtet ihnen aus, dass Godot "heute Abend nicht kommt, aber morgen sicher".
Während des Tages begegnete der reiche Tyrann Pozzo den beiden Clochards und vertrieb sich die Zeit durch Konversation mit ihnen. Seinen schwer bepackten Diener Lucky riss er an einem Strick herum, den dieser um den Hals gebunden hatte. Auf Befehl stellte Lucky das Gepäck ab, apportierte die Peitsche, tanzte oder dachte laut. Als Pozzo und Lucky am nächsten Tag erneut vorbeikommen, muss der inzwischen stumm gewordene Diener seinen erblindeten Herrn führen. Pozzo kann sich nicht entsinnen, jemals zuvor mit Estragon oder Wladimir gesprochen zu haben.
Auch der Junge, der gegen Abend wieder anstelle von Godot erscheint, kann sich nicht an die Begegnung am Vortag erinnern. Noch einmal vertröstet er die beiden Wartenden auf den folgenden Tag.
Mehr geschieht nicht. Am Ende bleibt offen, wer mit "Godot" gemeint ist und ob er jemals kommen wird.
Dienstag, 13. März 2007 / 19.30 Uhr
Pölz-Halle Amstetten
Karten: Kultur- & Tourismusbüro Amstetten Tel. 07472/601-454
Kartenpreis: Euro 20,00 - 28,00