Andrea Bischof
Transparenz und subtile Dichte, feine Unterschiede und nuancierte Farben sind erste, augenfällige Merk-Male der Bilder von Andrea Bischof. Das Luzide und Liquide, das Leichte und Legere ihrer Malerei bewirkt einen Bildstatus, der am besten mit "schwebend" umschrieben werden kann und nicht nur Atmosphärisches, Emotionales oder Wahrgenommenes meint, sondern unter anderem Fragen und Aspekte von Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit, von Präsenz und Absenz thematisiert. Nicht zufällig ist das Spannungsfeld von etwas zum Vorschein bringen und etwas Verschwinden lassen eine nachdrückliche inhaltliche Akzentuierung des Werkes und nicht nur eine bloße gestalterische Verfahrensweise von Zudecken und Aussparen des Maldiskurses selbst.
Besonders prägnant können wir dies auch bei ihren reizvollen Arbeiten auf Papier (meist Seidenpapier) und ihren in situ-Arbeiten (als Malerei direkt auf die Wand) sehen, die einen stark experimentellen Charakter und minimalistischen Gestus aufweisen; etwa, wenn sie auf gefärbtem Seidenpapier lediglich Wasser(farben) tropfen lässt und damit eine rhythmische Struktur von chaotisch geformten, farbauflösenden Punktationen gewinnt, mithilfe von Zigaretten Seidenpapier punktuell durchbrennt und eine ebensole Struktur evoziert, willkürlich Kaffeetassen mit den braunen Rändern auf Seidenpapiere stellt oder mitttels gesticktem Seidenpapier quasiunendliche Lineamente schafft. Andrea Bischof ist eine behutsam und konsequent arbeitende Künstlerin, der das schnelle, hastige Gestalten fremd ist. Konzeptuelles Überlegen und zufälliges Ermöglichen kennzeichnen ihren künstlerischen Diskurs, der sich immer wieder Verbalisierungen entzieht und uns auf eine Welterfahrung und -gewinnung jenseits des Sprachlichen verweist: worüber man nicht sprechen kann, darüber soll man nicht schweigen, sondern es bildnerisch zeigen! Der große französische Maler Eugène Delacroix hat einmal gemeint, die erste Aufgabe eines Bildes ist es, ein Fest für die Augen zu sein - in dieser Hinsicht sind die Bilder von Bischof jenseits aller philosophischen und künstlerischen Reflexionen auch ein Fest für unsere Augen...
Carl Aigner 2006
Monika Walzer
1941 in Wien geboren, von Beruf Graphikerin seit mehr als 30 Jahren zählt Kreativität zu ihrer privaten und beruflichen Tätigkeit. Seit 1972 lebt die Künstlerin in Schrick. Studium bei berühmten Aquarellisten wie Gerhard Almbauer, Gerlinde Kosima und Berhard Vogel. Studium bei J. Bararon Öl- und Acrylmalerei. 1998 Aufnahme in die Berufsvereinigung der bildenden Künstler Österreichs, kreatives Malen mit Kindern in der Montesorischule Kirschenallee, Wien 22. 1999 Arbeiten mit Ton, Modellieren der Muttergottesstatue für die Pestsäule in Schrick. 2003 Studium der Monotypie bei Günther Esterer. 2004 Preisträgerin der Jury Kunstwettbewerb Poysdorf. Illustrierung des Poesiebandes von Wolfgang Klein. Atelierausstellungen nach telefonischer Voranmeldung unter der Tel.Nr. 02574/2089 möglich.
Eröffnung am 23.3.2007 um 19.00, Begrüßung: Dr. Franz Schwelle, Obmann Kunstverein Mistelbach, Eröffnung durch Ing. Christian Resch, Bürgermeister, zur Künstlerin: Silke Hassler. Ausstellungsdauer: 24.3.2007 - 15.4.2007, Ort: Kunstverein Mistelbach, Barockschlößl, Museumgasse 4, 2130 Mistelbach, Offen: Samstag, Sonn- und Feiertag von 14.00 - 18.00 Uhr