Tragikomödie in österreichischen Dialekten nach Motiven von William Shakespeare
Gschdoam wiad imma und a scheene Leich hod aa wos ...
Seit mehreren Generationen ist das Bestatttungsunternehmen "Zur sanften Ruh" im Besitz der Familie König. Im Familienbetrieb haben alle alle Hände voll zu tun. Leichen gibt es genug. Das Leben auf dem Land ist gefährlich. Überall lauert der Tod.
Der gegenwärtige Firmeninhaber Richard König III. gilt als leiwaund und klassa Hawara ist jedoch ein skrupelloser Machtmensch, dea kaa Bluad fiachd. Der von ihm gegründete örtliche Jagdverein ist Nährboden sowie Spielfeld seiner wirtschaftlichen und kriminellen Begabungen.
A Haund woschd de aundare und unta da Haund mochns de dreckigsdn Gschäfda.
In seinem Machtrausch webt Richard ein blutiges Netz von Intrigen, in dem sich die Menschen in seiner Nähe immer mehr verstricken.
Mit sein Charme und Lung und Trug und mit sein Göd hodas eigwickld, dass eam wüllig woan san, olle midanaunda, de gaunze dreckige Bagasch. Auf sein Sessl is ea gsessn ois wia a Schbinnarin und hods beobochd, wia se si vafaungan und zabbln in sein Nedz.
Richards Ende naht. Er spürt die leise hereinbrechende Abenddämmerung und sieht sich gezwungen, das Zepter aus der Hand zu geben. Noch einmal erwacht der schier unbeugsame Wille des alten Herrschers, durchbricht die Nebel der immer dichter werdenden geistigen Unwelten. Er macht sein Testament ...
post scriptum:
Sads vuasichdig! Do gibds wen, gaunz in eichara Nää, ned vo ana Frau geboan, scheinboa hoamlos und unschuidig, lauad nua auf a Gelegnheid, wo s es aum wenigsdn eawoaddn darads und eahebd an Aunschbruch auf de Eabschofd, wauns ned dads, wos daun miassds, dass ned duad, wos duan wü. Sads vuasichdig!
In der Leichenhalle begegnen einander gschdaundn-gscheade Charaktere, atmen Shakespearischen Geist ohne ausgetretenen Shakespeare-Pfaden zu folgen.
Brobeliign ode A scheene Leich hod aa wos
Ein Gang durch die Niederungen der menschlichen Niedertracht: Gier, Mordlust, Grauen - Naivität, Leidenschaft, Verlangen. Ein Spiel in grenzgängerischem Wahnsinn: intrigant, giftig, dämonisch - verführerisch, berührend, komisch.
TERMINE:
4. April 2007 - 18.30 und 20.30 Uhr: Doppelpremiere
Gasthof & Hotel Ettlinger, 4391 Waldhausen/OÖ
Kartenverkauf - Raiffeisenbank Waldhausen, Tel 07260/44 12
29. April 2007 - 19.30 Uhr
Schikaneder, 1040 Wien
18. und 19. Mai 2007 - 20.00 Uhr
Kulturhammer Koplarn, 3300 Amstetten/NÖ
2. August 2007 - 20.00 Uhr
Hofbühne Tegembach, 4707 Schlüßlberg/OÖ
Regie und Mimographie - Christian Suchy
Text und Dramaturgie - Christian Suchy und das Ensemble
Musikalische Elemente - Norbert Suchy
Das Ensemble - Irmgard Bauhofer, Beatrix Datterl, Brigitte Hofer, Martin Hofstetter, Gerlinde Matzke, Daria Spreitzer
Eine Eigenproduktion von schäggsbia gschead
Kontakt: mailto:irmgard.bauhofer@aon.at .