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Veranstaltungen und Festivals

Veranstaltungen diese Woche im MostBirnHaus Ardagger

Wartet nur bis Flint kommt - eine Piratenburleske & Radio NÖ Ferien-Show

Wartet nur bis Flint kommt - eine Piratenburleske
Am 30. August 2007

Der gebürtige Ybbser Richard Schuberth performt seine Theaterstücke zunächst immer mit musikalischer Begleitung. Zynismus, Gesellschaftskritik, Surreales und Situtionskomik prägen die Aufführung. Ein unterhaltsames Stück Theater mit Kritik am Zeitgeist in der Gartenarena.

Richard Schuberths neuer Streich: Wartet nur, bis Captain Flint kommt ... Eine Piratenburleske

Nach "Freitag in Sarajevo" holt Richard Schuberth zu einem weiteren gesellschaftskritischen Streich aus. Dieses Mal mit dem Entermesser, denn "Wartet nur, bis Captain Flint kommt" bezeichnet sich als "Piratenburleske", dennoch hat er das Stück bereits vor dem "Fluch der Karibik"-Hype geschrieben und ist das Piratenoutfit nur das exotische Kostüm für seine satirischen Intentionen.
Die Literaturedition Niederösterreich bringt "Wartet nur, bis Captain Flint kommt" als Buch heraus, welches Richard Schuberth Ende März mit einer Lesung im Birdland präsentieren wird. Elfriede Jelinek schrieb das Geleitwort dazu. "Wartet nur, bis Captain Flint kommt" wurde 2005 mit dem Theodor Körner Förderpreis und dem Dramatikerstipendium des Bundeskanzleramts ausgezeichnet.

Die flamboyante Theatergroteske spielt in einer noblen Wohnung am Wiener Stadtrand, wo vier Vertreter einer urbanen linksliberalen Kulturkonsumentenszene sich selbst feiern. Dorothée, die Gastgeberin, ist Filmemacherin; Lucy, ein ewig junges Sonnengemüt, ist Ethnologiestudentin; Carl ein ausgebrannter Literat. Und da wäre noch Axel, der Benjamin der Runde, er ist Museumskurator.
Diese illustre Abendgesellschaft überhört die TV-Durchsage, dass drei gefährliche Schizophrene aus einer nahe gelegenen psychiatrischen Anstalt ausgebrochen seien. Der Anführer der Bande, eine einbeinige Frau, glaubt, der berüchtigte Piratenkapitän Flint zu sein, seine "Adjutanten" halten sich für Oscar Wilde und den osmanischen Piraten Jimmy Fish.
Ausgerechnet in Dorothées Wohnung dringen die drei Irren ein und halten die vier Freunde mit Gewalt fest. Captain Flint ist nur von einem Plan beseelt: Er will Anker lichten und Kurs auf Tortuga nehmen, um sich mit seiner alten Piratenflotte zu vereinigen und den Kampf gegen die verhasste Südsüdwestliche Handelsgesellschaft aufzunehmen. Dass Dorothés Designerwohnung ein Schiff sein könnte, scheint am Anfang absurd, wird im Laufe der Handlung jedoch immer plausibler ...
Um die Frage, welche Welt die reale ist, die gemütliche, abgeschottete der vier "Schöner Wohnen"-Linken oder die wildere, radikalere der "Piraten" - darum entbrennt ein Kampf, vor allem zwischen Dorothé und Captain Flint, mit stark erotischem Timbre ...
Flint verkörpert Tatkraft und Unbestechlichkeit, Oscar Wilde kritischen Witz und Geschmackssicherheit, Jimmy Fisch Loyalität und Geradlinigkeit - kein Wunder, dass die "Gefangenen" bald dem Stockholm-Syndrom erliegen und auch die Piraten zunehmend weich werden. Nach einer ausgelassenen Bordparty ("Äquatortaufe") kommt es zur zarten erotischen Annäherung zwischen den Kontrahenten, zu körperlichen wie philosophischen Verführungen. Nur Dorothé gelingt es, Oberwasser zu behalten: Sie macht Flint seine weibliche Identität schmackhaft und alarmiert die Polizei. Die Handlung treibt mit 80 Knoten pro Stunde dem dramatischen Fanal entgegen.

"Wartet nur, bis Captain Flint kommt" schließt schrillen Trash und politisches Theater mit der guten alten Tradition der geistreichen Gesellschaftskomödie kurz, kombiniert den Entfremdungseffekt von Szene- und Seemannjargons mit aphoristischem Witz. Eine Moralsatire, in der selbstgefällige und leidlich politisierte Kulturgourmets, die sich als "irgendwie" links empfinden ("unsere Kreise eben") mit feuriger, unkorrumpierbarer Individualität konfrontiert werden.

"Eine aberwitzige Farce", nannte Elfriede Jelinek Schuberths Stück, "ein nautisches Irrenhaus der Wahrhaftigkeit, das auch eines der Warenhaftigkeit" sei.

Der Autor wird das Buch selbst in Form einer opulenten szenischen Lesung präsentieren. Und wer seine kurzweiligen und wuchtigen Performances von "Freitag in Sarajevo" (mit Krzysztof Dobrek) erlebt hat, wird auch den "Flint" nicht versäumen wollen, bei dem es noch mehr Musik geben wird - Irina Karamarković (Ex-Sandy Lopičić Orkestar) wird die "Ballade von Captain Flint" singen, die Cellistin Rina Kaçinari und der Geiger Paul Dangl (Nim Sofyan, Smoky Finish) werden mit schottischen und englischen Stücken aus dem 17. und 18. Jahrhundert (aber auch moderneren Kompositionen) das Lokalkolorit von Flints Piratenwelt durchaus ironisch unterstreichen, und das wohl beste Davul/Zurna-Duo Wiens, Aşkin & Coşkun, werden mit ihren kurdisch-türkischen Trommel- und Schalmeiattacken die martialische Wildheit paraphrasieren, welche im Stück in Gestalt der "Piraten" über die Abendgesellschaft hereinbricht.

VVK: Euro 6,00 AK: Euro 8,00


Radio 4/4 - die Radio NÖ Ferien - Show
Am 1. September, 15.00 Uhr

Musikalische Genüsse, Interviews und Small - Talk rund um MostBirnHaus und Mostviertel. Die Radio NÖ Ferien - Show bringt Schwung und Unterhaltung in die Gartenarena und in Bartl`s Birnengarten.
Live werden die Edlseer und Marlena Martinelli die Besucher verzaubern.
Ein Fest für Gross und Klein.
Eintritt frei

Nähere Informationen:
MostBirnHaus - Erlebnis- und Genusszentrum, 3300 Stift Ardagger 9
mailto:office@mostbirnhaus.at , http://www.mostbirnhaus.at .

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