Vernissage: Fr. 14. September 2007, 19.00 Uhr
einleitende Worte spricht Reiner Tiefenbacher
Weinpräsentation: Manfred Strom aus Mollands, http://www.weinbau-strom.at .
Dauer der Ausstellung: bis 6. Oktober 2007
Teilnehmende Künstler:
Helmuth Gräff - Gert Linke - Alexandra Heimeran - Wilhelm Pernerstorfer - Eva Holzer - Savio - Hermine Karigl-Wagenhofer - Mueh Thanhäuser - Peter Klitsch - Peter Weber - Thomas Kröswang - Katrin Werzinger
Die Alte Schmiede Schönberg möchte den jährlichen Ausstellungstermin Mitte September einer Reihe von thematisch definierten Gemeinschaftsausstellungen widmen, Konfrontationen aktueller bildnerischer Arbeiten zu einem gemeinsamen Thema, einem Thema das uns möglichst nicht kalt lässt.
Wir beginnen am 14. September 2007 mit einer Frage, die als erstes die Künstler selbst provozieren sollte:
"wozu bildKUNST?"
Reiner Tiefenbacher als Koordinator schreibt über die Ausstellung:
Was mich zu dieser grundsätzlichen Frage an mich und meine Kollegen und Kolleginnen veranlasst, sind mehrere aktuelle Fragen, die in der obigen enthalten sind:
Was für gute Gründe hat jemand, sich einem Beruf zu widmen, der nach finanziellen Maßstäben im Durchschnitt zu Armut führt?
Oder ist Kunst ein Hobby?
Funktioniert die Kommunikation noch zwischen Bildkunst und Publikum?
Genügt eine Preisliste, um den Wert einer künstlerischen Arbeit zu behaupten?
Und Schließlich: Weiß man überhaupt noch, was jemand meint, wenn sie oder er KUNST sagt?
Allein in der letzten Woche sind mir, in Ausstellungsprogrammen, folgende Definitionen von Kunst in die Hand gekommen:
Kunst ist Kommunikation.
Kunst ist eine ansteckende Tätigkeit.
Kunst ist das Bemühen, eine menschlichere Welt zu schaffen.
Kunst ist eine Lüge, die uns die Wahrheit erkennen lässt.
Kunst ist die Zusammenarbeit zwischen Gott und dem Künstler, wobei der Künstler möglichst weit in den Hintergrund treten sollte.
Kunst darf alles, nur nicht langweilen.
Ein weites Feld, die KUNST.
Darum habe ich den bildenden Künstlerinnen und Künstlern, die in der Alten Schmiede in Schönberg ausgestellt haben oder ausstellen werden, die etwas präzisere Frage gestellt: wozu bildKUNST? Erbeten war eine persönliche Antwort und eine einzige bildnerische Arbeit, um der Antwort in Worten die gelebte Antwort an die Seite zu stellen.
Zusätzlich stehen in der Ausstellung jeweils ein, zwei Meter Wand oder Boden zur Verfügung, um diese eine Arbeit in ihrem Zusammenhang, ihrer Methode oder ihrer Absicht dem Betrachter näher zu bringen. Was immer jemand an Hinweisen geben mag zu einem konkreten Werk, angesichts der Frage "wozu bildKUNST?"
Das Spektrum der bei uns eingetroffenen Antworten zeigt auch hier das Feld der Möglichkeiten bis zum Horizont ausgedehnt.
Für eine ist es eine Frage wie "wozu atmen?", einer sieht seine Arbeit als seine Zwiesprache mit dem Universum. Einem ist seine Kunst Notwendigkeit, um der Öde eines rein materiell gelebten Daseins zu entkommen, einem ist sie Versuch und Versuchung, eine Reise anzutreten, deren Ziel man nicht kennt. Einer ist die Malerei Ausdruck einer erschauten oder ersehnten Realität, eine möchte erlebte Augenblicke bannen, um sie weiterzugeben, einem anderen ist die Kunst selbstverständlich, als notwendiger Raum für Geheimnisse und Überraschungen, ...
Die Bildkunst ist also unterwegs, in alle Richtungen. Das zeigt nicht nur, dass wir noch nicht angekommen sind, sondern auch, dass die Künstlerinnen und Künstler das wissen.
Geheimnisse und Überraschungen warten noch auf uns.
Die Ausstellung "wozu bildKUNST?" ist eine Einladung zum Gespräch über die Kunst und das Leben.
Reiner Tiefenbacher als Koordinator der Ausstellung
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 11.00 - 18.00 Uhr
Samstag, Sonntag, Feiertag 11.00 - 18.00 Uhr
Alte Schmiede, Hauptstraße 36, 3562 Schönberg
Tel. 02733-76 4 76, mailto:alteschmiede@schoenberg.gv.at .
Weitere Infos über die Veranstaltungen in der Alten Schmiede finden Sie online auf http://www.schoenberg.gv.at .