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Niederösterreichische Landeskorrespondenz

Weinviertler Kultursommer 1982 - 1997 Int. Sommerakademie für Bildende Kunst

Vor 10 Jahren beendete der Weinviertler Kultursommer seine Aktivitäten

Die Aktivitäten des Weinviertler Kultursommers (WKS) bzw. der Int. Sommerakademie für Bildende Kunst (ISoS) wurden 1997 eingestellt - trotz der anhaltend großen Erfolge sowie der weit über die Grenzen der Region und Österreichs hinausgehenden Reputation. 1982 vom Wiener Maler Gerhard Gutruf initiiert, entwickelte sich diese Kulturinitiative rasch zu einer anerkannten Institution, der nacheinander u.a. die Kunsthistorikerin Dr. Monika Rosenauer, KS Renate Holm und der damals noch stellvertretende LH Dr. Erwin Pröll als Präsidenten und Gutruf als künstlerischer Leiter vorstanden; die Kunstmanagerin Prof. Angelica Bäumer wurde als Generalsekretärin engagiert. 1989 etwa wurden insgesamt an die 50 Programmpunkte in 30 verschiedenen Orten des Weinviertels realisiert; 7 Seminare für bildende Kunst waren die programmatische Mitte, 3 Gesangskurse rundeten das Angebot ab. Das Gesamtbudget belief sich damals auf beachtliche 900.000,-- öS. Der WKS war somit die erste große Kulturinitiative, die das Weinviertel über Gemeinde- und Bundesländergrenzen hinweg als lebendige Kulturlandschaft repräsentierte.

Neben den von renommierten Künstlern geleiteten Seminaren gab es u.a. auch einen unentgeltlichen Kindertheater-Kurs, in dem Stücke geschrieben und Handfiguren sowie Kulissen von den jugendlichen Teilnehmern selbst verfertigt wurden; Höhepunkte waren stets die abschließenden Puppenspiele im Gutshof Minichhofen. Öffentlich zugängliche Dia-Kunst-Vorträge, Podiums-Diskussionen, Dichterlesungen, Theater(ur)aufführungen, Kabarett-Rezitations- und Gesangsabende, kammermusikalische Darbietungen in Schlössern der Umgebung, virtuose Soloauftritte, Chorgesang, Ausstellungen und Künstleratelier-Besuche bereicherten das Programm.

Der bis dahin nur als Massenprodukt im öffentlichen Bewusstsein existierende Wein der Region wurde in einer gemeinsamen Aktion von WKS und Falstaff-Herausgeber Dr. Helmut Romé aus der Anonymität gehoben: der kreierte "Weinviertler Kulturwein" wurde mit Hilfe der Weinbauschule Retz aus 400 eingereichten Weinen ausgewählt und mit Gutruf-Künstleretiketten ausgestattet der Presse präsentiert.

Die Vortrags-Schwerpunkte Ortsbild und Umwelt - von hervorragenden unabhängigen Fachleuten gestaltet - förderten Besinnung auf eigene Werte und ein neues Selbstbewusstsein, vor allem der jüngeren Generation der Weinviertler. Die kurz ISoS genannten Internationalen Sommerseminare für bildende Kunst verfolgten ab 1992 mit ihren Intensivseminaren sowie den kulturphilosophischen und kunsthistorischen Vorträgen einen konsequenten und kompromisslosen Weg und konnten sich auf Grund ihres unverwechselbaren Profils neben der traditionsreichen Salzburger Sommerakademie für bildende Kunst als kleinere, aber hochqualitative Alternative behaupten.

International bekannte Dozenten wie Jussi Ahola, Marc Frising, Gerhard Gutruf, Karl Korab, Erich Lessing, Rebecca Little John, Kurt Löb, Rolf Meier, Paul Rotterdam, Erich Steininger, Ferdinand Welz, Reimo Wukounig machten diese Seminare bald zum Treffpunkt von Kunstinteressierten, Studenten, Kunstpädagogen, Theoretikern und professionellen Künstlern, die durch gemeinsames Bemühen, durch Experimente und Diskussionen mit Kollegen ihrer Arbeit neue Perspektiven erobern wollten. Der familiäre Charakter dieser Kurse trug dazu bei, dass Freundeskreise entstanden, die diese spezielle Arbeitsatmosphäre über Jahre hin schätzten und bis heute würdigen.

1990 fand in Schloss Vranov (Frein) das erste, die Grenzen zum tschechischen Nachbarn überschreitende Konzert des Weinviertler Kultursommers statt, dem zahlreiche österreichische und tschechoslowakische Politiker und Kunstfreunde beiwohnten und zu einem enormen Erfolg machten. Viele ehemalige Kursteilnehmer sind heute beruflich als Architekten, Maler, Grafiker, Bühnenbildner tätig, andere haben aus privater Neigung ihre Liebe zur Kunst vertieft. Insgesamt kamen durch den WKS bzw. die ISoS weit über 30.000 Besucher von Veranstaltungen und über 1.000 Seminarteilnehmer aus Deutschland, England, Finnland, Frankreich, Italien, Luxemburg, der Schweiz, den USA und aus ganz Österreich ins Niederösterreichische Weinviertel.

Die großen, stimmungsvollen Ateliers im sogenannten "Kursgebäude" - einer ehemaligen Industrieanlage aus dem frühen 19. Jahrhundert in Gaindorf bei Ravelsbach, in denen großzügigerweise 16 Jahre lang unentgeltlich gearbeitet werden konnte - standen ab 1998 wegen dringendem Eigenbedarf der Besitzer nicht mehr zur Verfügung. So fasste man den Entschluss, den Weinviertler Kultursommer bzw. die in seinem Rahmen stattfindenden Internationalen Sommerseminare für bildende Kunst - am Höhepunkt überregionaler und weit über Österreichs Grenzen hinausgehender Anerkennung - zu beenden.

Viele der vor zwanzig und mehr Jahren formulierten Ideen haben in später gegründeten Niederösterreichischen Veranstaltungsreihen zahlreiche Nachfolge gefunden; manche der Anregungen (u.a. Schlosskonzerte, Mal- und Bildhauerkurse, Ortsbildpflege) werden von verschiedenen Kulturinitiativen weiter gepflegt.

Weitere Informationen bzw. Fotos sind der homepage http://www.gutruf.at/pr_som.htm , zu entnehmen.

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