es sprechen
Prof.Dr. Gerhard Gensch, Kurator Campus Cultur/Donau-Universität Krems
Mag. Carl Aigner, Direktor NÖ Landesmuseum St. Pölten
Univ.-Prof.Dr. Heinrich Kern, Rektor der Donau-Universität Krems
In den letzten Jahren entstand auf dem Gelände des Campus Krems eine Vielzahl von künstlerischen Arbeiten. Neben der Platzgestaltung von Iris Andraschek und Hubert Lobnig mit Mosaikteppichen und dem vorgeschobenen imposanten Portal von Peanutz Architekten im Außenraum, liegt im Innenraum der Schwerpunkt auf den Stiegenhäusern. Die stark von Farbe dominierten Gestaltungen von Marcus Geiger / Peter Kogler (2000) und Katharina Grosse (2006) werden nun durch eine formal reduzierte Lichtarbeit von Heinz Gappmayr ergänzt.
Das Grundelement der Lichtinstallation von Heinz Gappmayr ist die Neonröhre. Für den ersten Stock und Zwischenstock jeweils eine Neonröhre, für den zweiten Stock zwei und den dritten drei. Neben dem Fortschreiten von 1 - 3 den Stockwerken entsprechend ist auch die Position der Neonröhren entscheidend. Hier alterniert die Vertikale mit der Horizontalen. Die Neonröhren werden über einen Bewegungssensor automatisch eingeschaltet sobald das Stiegenhaus betreten wird.
Die Linien, die sich durch die Neonröhren ergeben, gehen auf die Seitenlängen eines Quadrats zurück. Heinz Gappmayr legt den geometrischen Körper jedoch in die Fläche um, sodass sich keine geschlossene Form ergibt, sondern ein schwebender Charakter entsteht. Allein in der Vorstellung des Betrachters, der Betrachterin, spannen sich Flächen zwischen den Linien auf und formen einen dreidimensionalen Körper in den Raum hinein. Somit entsteht ein spannungsgeladenes Spiel zwischen Licht und Geometrie, Vertikalen und Horizontalen, elementarer Konstruktion und offener Form, das sich den BetrachterInnen Etage für Etage eröffnet.
Heinz Gappmayr befasst sich seit den sechziger Jahren in seinen künstlerischen Arbeiten vor allem mit den Zusammenhängen zwischen visueller und sprachlicher Bedeutungsproduktion. Kompositionelle Anordnungen sind dabei meist Ausgangspunkt und Rahmen für die Bedeutung der Arbeiten. Ortsbestimmungen werden durch entsprechende Positionierungen von Begriffen oder Worten, in dem Fall durch geometrische Formen, auf dem Bildfeld visualisiert.
Kontaktperson: Katrina Petter, T: +43 2742 9005 13504, F: +43 2742 9005 13910, mailto:katrina.petter@noel.gv.at .
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