Österreich, intravenös-
Rüpelhafte Jugend, lahme Mönche, blutgierige Kreuzritter, verliebte Minnesänger und mongolenerprobte Franziskaner bestimmen die ersten vier Bücher des auf insgesamt elf Bände ausgelegten Epos "Spiegelfeld" (Dornröschen Verlag, ab 2004) von Christian Zillner. Durch mehr als ein Jahrtausend österreichischer Geschichte bewegt sich der Autor in seiner Chronik der Familie Spiegelfeld, in Anlehnung in die alten Mythen.
Und Spiegelfeld ist ein Mythos: die Hauptpersonen heißen dauernd anders, zwischen Erzählungen findet man Listen, statt konsistenter Darstellung eines Stoffes Textfragmente und Zitate. Der im Entstehen befindliche fünfte Band umfasst das 20. Jahrhundert (gottgleiche Fabrikanten, entnazifizierte Unternehmer, einsame Schlossherrinnen, globetrottende Hedonisten, aufmüpfige Frauen).
Die Schauspielerin Maren Rahmann liest Passagen aus dem "Spiegelfeld", Band 4, Neun Stationen im September 1247. Christian Zillner stellt in einer Einführung das Gesamtprojekt "Spiegelfeld" vor und erzählt über die historischen sowie literarischen Hintergründe der in Band 4 geschilderten Episode.
Christian Zillner, geb. in Dornbirn. Maler, Autor, "Magazineur". Studium der Theologie und Philosophie. Von Mitte 1980 bis 1995 Redakteur bei der Wiener Stadtzeitung "Falter", Mitbetreiber einer Werbeagentur, seit 2000 Chefredakteur von "Falter Corporate Publishing".
Do. 15. 11., 20 Uhr, im Café Zum Kuckuck, Kinosaal
Nähere Informationen: Kulturhof Amstetten, Linzerstraße 1, A-3300 Amstetten, ZVR-Zahl 973630379, http://www.kulturhof.at .