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Niederösterreichische Landeskorrespondenz

ZEITKLANG 2008 - Internationaler Kompositionswettbewerb

Die Gewinner der 1. Runde

Der Wettbewerb, der bereits zum zweiten Mal im Rahmen von musik aktuell - neue Musik in NÖ - heuer in Zusammenarbeit mit der Sammlung Essl - durchgeführt wurde, stieß international auf großes Interesse:

Nahezu 70 Kompositionen aus allen EU-Staaten sind bei der Musikfabrik NÖ eingelangt. Die den Wettbewerbsbedingungen entsprechenden Einreichungen wurden der Jury vorgelegt.

Die Mitglieder der Jury:

Karlheinz Essl
künstlerischer Leiter ZEITKLANG 2008, Komponist, musikalischer Kurator des Essl Museums Klosterneuburg, Österreich, http://www.essl.at .
Peter Burwik
Leiter des Ensemble XX. Jahrhundert, Universität für Musik & darstellende Kunst, Wien, Österreich
http://www.mdw.ac.at/I105/html/prof/prbupe_d.htm .
Isabel Mundry
Komponistin, Hochschule für Musik & Drama Zürich, Schweiz
http://iem.at/projekte/composition/archiv/prod_90-00/mp97/fr3/mundry_html .
Detlev Müller-Siemens
Komponist, Universität für Musik & darstellende Kunst, Wien, Österreich http://www.muesie.com .

Nach dem Einsendeschluss am 1. Dezember 2007 wurden die Partituren von der Jury durchgearbeitet und eine Auswahl jener fünf Werke getroffen, die in die zweite Wettbewerbsrunde aufsteigen.

Bei den Finalisten handelt es sich um eine Komponistin und einen Komponisten aus Italien sowie drei Künstler unterschiedlicher Herkunft mit Wohnsitz in Frankreich.

Während des gesamten Entscheidungsprozesses wurde die Anonymität der AutorInnen strikt gewahrt und ausschließlich nach dem Notentext beurteilt.

Das Finalkonzert ZEITKLANG 2008 findet am Sonntag, dem 9. März um 19.30 Uhr im Schömer-Haus in Klosterneuburg statt. Ö1 wird das Konzert aufnehmen, Ursula Strubinsky wird moderieren. Der Eintritt ist frei.

Die zu vergebenden Preise:
1. Preis (gestiftet vom Land NÖ): EUR 7.000.-
2. Preis (gestiftet von der Österreichischen Beamtenversicherung): EUR 4.000.-
3. Preise (gestiftet von der Musikfabrik NÖ): EUR 2.000.-
2 Anerkennungspreise (gestiftet von der Berndorf-Stiftung): EUR 1.000.-
Publikumspreis gestiftet von der Zeitschrift Jazzzeit

Die 5 KomponistInnen, die für die Endrunde ausgewählt wurden, in alphabetischer Reihenfolge:

Carlo Ciceri, Italien

Der 1980 in La Spezia, Italien geborene Komponist absolvierte zunächst ein Klavierstudium am Konservatorium "G. Puccini" in La Spezia, welches er mit Bestnoten abschloss.
Kompositionsstudien in Paris und das Studium der Musikwissenschaft in Cremona und Basel rundeten seine musikalische Ausbildung ab. Nach Abschluss an der Facoltà di Musicologia in Cremona folgten weitere Kurse, Studien und der Besuch von Meisterklassen in Lugano & Milano sowie in Graz bei Beat Furrer und B. Lang.

Sein Werk Verticale entwickelt sich aus einer komplexen Form, die von einer einzigen Klangidee ausgeht, nämlich derjenigen des Zusammenstoßes und seines Echos, oder vielmehr des Nachhallens im Raum mit einer Geschwindigkeit, die von den aufeinanderprallenden Materialien abhängt.

Ciceri versucht, verschiedene Perspektiven dieser Zusammenstöße zu erschaffen, wobei gut erkennbare Klangskulpturen verwendet werden, die manchmal nebeneinander erscheinen, manchmal ineinander verschwimmen.

Das Aufeinanderfolgen und Alternieren dieser Klangskulpturen neigt dazu, jedes Mal einen bestimmten internen Aspekt derselben zu betonen, in der Absicht, ein vollendetes Netz von Beziehungen zu schaffen. Solche Beziehungen sind ausschlaggebend für das Wiedererkennen der gemeinsamen Basis und erlauben damit, jede Sektion aus dem Inneren eines einzigen dramatischen Formverlaufs abzuleiten.

Silvia Colasanti, Italien

Die 1975 in Italien geborene Komponistin absolvierte die Studien Klavier und Komposition am Conservatorio Santa Cecilia in Rom, wo sie auch Musikgeschichte und -ästhetik studierte. Ein Schlüsselereignis in ihrer künstlerischen Ausbildung war die Begegnung mit Giorgio Battistelli.

Sie erhielt zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Kompositionswettbewerben wie dem Lopes-Graça-Wettbewerb in Lissabonn oder dem ICOMS Turin. Ihre Werke wurden bei vielen Festivals aufgeführt, darunter die Biennale in Venedig sowie Festivals in Italien, Belgien und Finnland.

Im September 2006 präsentierte sie ihr erstes theatralisches Stück "Amor non conosciuto", weitere folgten. Silvia Colasantis Werke werden bei Casa Ricordi (Mailand) veröffentlicht.

Das Thema der für ZEITKLANG 2008 eingereichten Komposition Of the bow and the lyre ist der Effekt kontrastierender Spannungen (wie bei Bogen und Leier) auf die Harmonie des Kosmos nach Heraklit. Dieser altgriechische Philosoph setzte sich mit der sowohl spannungsgeladenen wie in Wechselwirkung stehenden Einheit der Gegensätze auseinander, wie etwa von Tag und Nacht, Wachsein und Schlafen, Eintracht und Zwietracht.

Das Werk ist von starken Kontrasten geprägt. Wilde, gewaltsame Momente wechseln sich ab mit durchscheinend-leichten Bewegungen. Dazwischen stehen lyrisch-melodiöse Bögen, als Synthese, Verknüpfung oder Auflösung der gegensätzlichen, spannungsgeladenen Anteile.

Víctor Ibarra, Frankreich

Victor Ibarra wurde 1978 in Mexiko geboren. Er studierte Flöte und Komposition in Mexiko und besuchte danach Meisterklassen, Kurse und Seminare für Flöte bzw. Komposition.

Seine Arbeiten werden durch die Aufführung bei wichtigen Foren und Festivals anerkannt. Der Komponist ist Gewinner mehrerer Preise bei Festivals und Kompositionswettbewerben, wie z.B. beim 3. Internationalen Kompositionsfestival in Morelia, Mexiko. Seine Werke werden von vielen Ensembles für zeitgenössische Musik, wie dem Arditti String Quartet oder dem Het Trio (Holland) aufgeführt.
Der Komponist lebt und arbeitet in Paris.

Full fathom five wurde im Sommer 2007 komponiert. Die ursprüngliche Kompositionsidee war der Versuch, Malerei in Musik auszudrücken. Der Komponist studierte viele Gemälde und entschied sich schlussendlich für das Bild Full fathom five (auch: Fünf Faden tief) von Jackson Pollock.

Dieser erfand 1946 seine innovative und unkonventionelle Farb-Spritztechnik. Er benutzte dabei Stöcke statt Pinsel und tropfte damit die Farbe auf großformatige Leinwände, ohne sie zu berühren. Mit dieser Technik wurde er zum Begründer des Action Painting, wirbelte Anfang der 1950er Jahre die Kunstszene auf und avancierte schnell zu einem der gefragtesten modernen Künstler Amerikas.

Viktor Ibarras Komposition bildet das Gemälde musikalisch ab und erzählt seine Geschichte neu.

Andrej Slezák, Frankreich

Andrej Slezák wurde 1980 in Bratislava (Slowakei) geboren und studierte Komposition bei Károly Binder in Budapest, Ungarn. Weitere Studien in Paris und Bratislava folgten. Er gewann den ersten Preis beim Kompositionswettbewerb der Slowakischen Konservatorien 2003 sowie den 3. Preis des Internationalen Jazz-Kompositionswettbewerbes in Budapest 2006.
Andrej Slezák spricht sechs Sprachen und lebt in Paris.

No Mans Land ist eine Komposition, die ihren Titel und ihre Inspiration aus einem Bild des finnischen Fotografen Ilkka Halso bezieht. Das Bild zeigt eine von Kuppeln aus Stahl und Glas überdachte Landschaft mit einem ruhig mäandernden Fluss inmitten eines Waldes.

Neben dem hintergründigen sozialkritischen Kommentar nahm den Komponisten vor allem das Paradoxon einer Gesellschaft gefangen, die durch menschliche Technologie verursachte Umweltschäden durch noch mehr Technologie beseitigen will. Darüber hinaus erweckt das Bild den Eindruck von völlig isolierter Schönheit - Schönheit, die nur durch künstliche Systeme "natürlich" erhalten bleiben soll...

Der Ausgangspunkt der Komposition wurzelt in dem Bemühen, den schmalen Grat zwischen Schönheit, die den Betrachter gefangen nimmt, und gefangener, eingeschlossener Schönheit auszuloten.

Nicolas Tzortzis, Frankreich

Der 1978 in Athen geborene Grieche Nicolas Tzortzis erhielt seine musikalische Ausbildung in Paris, Bern und Athen. Unter den vielfältigen Lehrgängen und weiterbildenden Kursen und Meisterklassen sind die Studienrichtungen Komposition, Solo-Gitarre, Fuge, Kontrapunkt und Harmonielehre.

Tzortzis erhielt für seine Arbeiten zahlreiche Auszeichnungen und Preise; zuletzt war er Finalist beim "Henri Dutilleux"-Kompositionswettbewerb. Im Vorjahr gewann er den ersten Preis beim "Music Today"-Wettbewerb in Seoul, Südkorea mit seiner Komposition "Amendable". Der Komponist lebt und arbeitet in Paris.

What the wave meant ist eine Hommage an den kanadischen Komponisten Andrew Svoboda, der 2004 im Alter von 27 Jahren plötzlich und unerwartet verstarb. Die Musik setzt sich mit dem Tod und den durch den Verlust verursachten Reaktionen auseinander. Vier kontrastierende Abschnitte entfalten sich von langsamen Spektralharmonien bis zu sehr schnellen Bewegungen, aufgebaut auf der Kombination instrumentaler Struktur und Gestik.

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