Michael Köhlmeier hat den Roman des Jahres geschrieben. Ein gewaltiges Opus über das 20. Jahrhundert - und der aufregendste österreichische Roman des 21. Jahrhunderts. Falter
Vom "Superherbst der österreichischen Literatur" war im letzten Jahr die Rede, als eine Reihe von österreichischen Schriftstellern mit ihren Neuerscheinungen Kritiker und Leser begeisterte. Ein Buch ragte dabei besonders heraus: Abendland.
Michael Köhlmeier unternimmt darin nicht weniger, als eine Expedition durch das 20 Jahrhundert und führt den Leser zu den Abgründen der Politik, den Versessenheiten und Absurditäten der Menschen und ihrer Schwierigkeiten, zu leben und zu lieben. Expeditionsführer ist Carl Jacob Candoris - Mathematiker, Weltbürger, Dandy und Jazz-Fan - der im hohen Alter seine Lebensbeichte ablegt. Aufschreiben soll sie der Schriftsteller Sebastian Lukasser, Sohn des Gitarristen Georg Lukasser, den Candoris in den Jazz-Kellern im Wien der Nachkriegsjahre kennengelernt hat. Candoris erzählt von seinem Großvater, der in Wien einen berühmten Kolonialwarenladen betrieb; von seinen seltsamen Verwandten, bei denen er in Göttingen während seines Studiums lebt; von den Größen der Naturwissenschaft, die er während seines Studiums kennenlernt; und vom Wien der Nachkriegszeit - wo Sebastians Geschichte beginnt, die Geschichte einer Selbstfindung, die sich über die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts zieht. Im Spiegel zweier ungleicher Familien entsteht so ein kluger, reicher, witziger und lebenssatter Generationenroman über unsere Zeit.
Der Vorarlberger Köhlmeier erhielt im vergangenen Jahr den österreichischen Würdigungspreis für Literatur. "Abendland" stand auf der Finalliste des Deutschen Buchpreises 2007 und monatelang auf Platz 1 der Bestseller-Listen. Köhlmeier ist nicht nur ein großer Autor, sondern auch ein wunderbarer Vorleser. Er verzaubert in seiner Lesung Literatur zu Kino im Kopf.
Michael Köhlmeiers monumentales Jahrhundertepos "Abendland" wagt viel und gewinnt. Die Zeit
Ein großer Wurf, ein monumentaler Roman. Ein Welt- und Jahrhundertpanorama, wie man es lange nicht gesehen hat. Am meisten imponieren die sprachliche Kraft und die Beschreibungskunst Köhlmeiers, der epische Atem, der den Erzähler und mit ihm den faszinierten Leser durch dieses große Buch trägt. Deutschlandradio
Am Ende fühlt man sich vor allem: beglückt und bereichert, und das ist ein Gefühl, das man nach der Lektüre eines deutschsprachigen Romans nicht oft hat. Tagesspiegel
21.2.08, 20 Uhr, Eintritt Vorverkauf 9 EUR, Abendkassa 11 EUR, Ermäßigung für Clubmitglieder und Thalia Card VVK 7 EUR, Abendkassa 9 EUR
Infos unter http://www.cinema-paradiso.at , oder 02742 21 400.