Kahn spielt mit unheimlich viel Sex, stampft wild, schreit, erstarrt, wispert und entlockt seinem Akkordeon dessen gesamte orchestrale Dynamik, von nahezu unhörbaren Tonfädchen (leiser als das Tastengeklapper) bis ach was weiß denn ich wie laut. Dude
Die Auftritte von Daniel Kahn sind berüchtigt. Der Geschichtenerzähler aus Detroit wechselt spielerisch zwischen Akkordeon, Ukulele, Mundharmonika, Gitarre und Klavier und zaubert Lieder auf die Bühne, die sich musikalisch irgendwo zwischen Folk, Rock, Ska, Blues, Jazz und Klezmer verorten lassen. Kahn erweist dabei Tom Waits und Leonard Cohen ebenso die Referenz wie Nina Simone und Kurt Weill. Das alles ist verpackt er in eine unvergleichliche theatrale Bühnenperformance. Kahns Geschichten sind oft düster, poetisch und tragisch, aber immer mit auch mit Witz und Ironie versehen.
Seine Konzerte spiegeln den vielfältigen künstlerischen Background von Daniel Kahn: Er ist mehrfach ausgezeichneter Autor, Schauspieler und machte sich in New Orleans mit nächtlichen Sessions in einer Piano Lounge, in Bluegrass Jams und als Anführer eines Punk Zirkus (!) einen Namen und komponierte die Musik zu einer umjubelten Brecht-Aufführung. Als er 2005 nach Berlin zog, begann er sich mit seinen jüdischen Wurzeln auseinander zu setzen und wurde rasch die treibende Kraft in der Folk- und Klezmerszene.
Als Special Guest des Abends beehrt Geoff Berner aus Vancouver das Cinema Paradiso, der zuletzt als Support des Kaizers Orchestras vor 1.500 Leuten pro Abend spielte. Der selbsternannte und nie herausgeforderte Whiskey Rabbi präsentiert Jüdisch-Kanadische Trinklieder mit tiefgehenden Texten - politisch, bissig, emotional. Mit seiner mal zornigen, mal sanft gebrochenen Stimme inszeniert er seine kompromisslosen Songs, die den Klezmer mit der Energie und Leidenschaft des Punks wieder beleben.
Berner und Kahn werden von der hochkarätigen internationalen Combo "The Painted Bird" begleitet, die politisches Cabaret mit Punk-Folk und radikalen jiddischen Songs verschmilzt.
Daniel Kahn (Multiinstrumentalist), Geoff Berner (Akkordeon), Michael Tuttle (bass), Hampus Melin (drums), Max Bakshish (Klarinette, Saxophon, Posaune und anderes Gebläse)
Dan Kahn is the hottest damn songwriter you\'ve never heard of. Kahn is not only an amazing multi-instrumentalist/playwright/poet, he also typifies the youthful ethos that reminds us that music without heart is just a bunch of noise. Metro Times
This music has more life in it (and is more radical) than all the super-hip indie bands combined. Songs:illinois
28.2.08, 20 Uhr, Eintritt Sitzplatz Vorverkauf 11 EUR, Abendkassa 13 EUR, Stehplatz 9/11 EUR, Cinema Clubmitglieder erhalten Sitzplatzkarten zu Stehplatzpreisen.
Tickets im Cinema Paradiso und in allen Filialen der BA-CA.
Infos unter [http://www.cinema-paradiso.at] , oder 02742 21 400.