Am Freitag, 7.3. um 22:00 Uhr und am Mittwoch, 12.3. um 20:30 Uhr gibt es den österreichischen Spielfilm "Import/Export" von Ulrich Seidl in der Filmbühne Waidhofen zu sehen.
Es ist kalt und grau. Winterzeit. Die Menschen frieren. Das ist so in Österreich. Das ist so in der Ukraine. Zwei verschiedene Welten, die einander immer mehr zu ähneln beginnen. Der Osten sieht aus wie der Westen, der Westen wie der Osten.
In dieser Atmosphäre spielen zwei Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Die eine ist eine Import-Geschichte. Sie beginnt in der Ukraine und führt nach Österreich. Die andere ist eine Export-Geschichte, sie beginnt in Österreich und endet in der Ukraine.
Die eine handelt von Olga, einer jungen Krankenschwester und Mutter, die beschließt, nach Österreich zu gehen und sie tut es auch. Im fremden Land im Westen findet sie Arbeit und verliert sie wieder. Sie beginnt als Haushaltsgehilfin in einer Villa und endet als Putzfrau in der Geriatrie.
Die andere Geschichte handelt von einem jungen Österreicher, Paul. Er verliert seinen Job, hat Schulden und macht neue und wird schließlich von seinem Stiefvater mit in die Ukraine genommen, um Spielautomaten aufzustellen.
Zwei Geschichten, eine Gegenbewegung.
Olga und Paul. Beide suchen Arbeit, einen Neubeginn, eine Existenz, das Leben. Olga, die aus dem östlichen Teil Europas kommt, wo existenzielle Armut an der Tagesordnung ist. Paul, der aus dem westlichen Teil Europas kommt, wo Arbeitslosigkeit zwar nicht Hunger, aber Sinnkrise und Nutzlosigkeit bedeutet.
Beide kämpfen um den Glauben an sich, um einen Sinn im Leben. Im Westen wie im Osten. Beide reisen in ein anderes Land und damit auch in dessen Abgründe. IMPORT EXPORT handelt von Sex und Tod, Leben und Sterben, Siegern und Verlierern, Macht und Hilflosigkeit und davon, wie man einem ausgestopften Fuchs fachgerecht die Zähne putzt.
Infos: http://filmzuckerl.filmbuehne.at .
"Filmzuckerl"-Programmkino Waidhofen/Ybbs ist ein Projekt der Kunstbank Ferrum