Internationale Kompositionswettbewerbe haben in Österreich Seltenheitswert, im Unterschied zu anderen Ländern Europas. Dabei stellen solche Wettbewerbe nicht nur wichtige Stationen einer KomponistInnen-Karriere dar, sondern spiegeln auch den aktuellen Stand des Komponierens. Damit fungieren sie als Seismographen für aktuelle künstlerische Vorstellungswelten.
Der in Zusammenarbeit zwischen musik aktuell - neue Musik in NÖ und der Sammlung Essl ausgeschriebene Wettbewerb ZEITKLANG 2008 stellt insofern eine Besonderheit dar, als dort aus den 70 aus ganz Europa eingereichten Partituren 5 Nominées ermittelt wurden. Deren Werke wurden beim Finalkonzert am 9. März 2008 im Schömer-Haus in Klosterneuburg von den engagierten MusikerInnen des Ensemble XX. Jahrhundert mit ihrem Dirigenten Peter Burwik uraufgeführt.
Die Jury war aufgrund der Gleichwertigkeit der Stücke vor eine schwierige Entscheidung gestellt und fand eine salomonische Lösung: es wurde kein erster Preis, dafür aber drei zweite Preise und zwei Anerkennungspreise vergeben. Das Publikum vergab den Publikumspreis mittels Stimmkarte an sein Lieblingsstück.
Das Konzert wurde vom ORF aufgenommen, Ursula Strubinsky moderierte den Abend.
Am 17.3. konnten die akustischen Ergebnisse auf Ö1 in der Sendung "Zeitton" um 22.00 nachgehört werden.
Die Gewinner der Finalrunde:
Drei zweite Plätze - insgesamt Euro 13.000 wurden vergeben an:
Platz 2: Carlo Ciceri, Italien / Verticale
Platz 2: Silvia Colasanti, Italien / Of the bow and the lyre
Platz 2: Víctor Ibarra, Frankreich / Full fathom five
Zwei Anerkennungspreise - je Euro 1.000 ergingen an:
Andrej Slezák, Frankreich / No Mans Land
Nicolas Tzortzis, Frankreich / What the wave meant
Der Publikumspreis erging an: Andrej Slezák / No Mans Land
Nähere Informationen: Elisabeth Stubenvoll, musik aktuell - neue musik in nö, Wilhelmstraße 29, 3430 Tulln, Tel 02272/65 051, Fax 02272/65 052, mailto:office.musikfabrik@aon.at .