Die Leute wären alle viel glücklicher
wenn sie wüssten
dass alles gleich wichtig ist
so ersticken sie andauernd in ihrem Unglück
Rudolph Herrenstein
In dieser furiosen Suada ist ein zum Leben wild entschlossener Todeswütiger am Werk, geübt in der Hohen Schule der Einsamkeit - der fast blinde Großindustrielle mit Kunstbeinen, Rudolph Herrenstein. Um halb acht früh schieben ihn der Diener Richard und die Haushälterin Frau Zallinger im Rollstuhl in den hochherrschaftlichen Jahrhundertwendesalon.
Er wartet auf seinen Neffen, auf seinen Freund Guggenheim und auf einige Bekannte, lauter "fürchterliche Leute". Diese fürchterlichen Leute - allesamt Exponenten der Wiener Gesellschaft - werden sich im Verlauf des Samstagvormittags in Herrensteins Salon versammeln, um dann vom Balkon aus der auf Wien-Besuch weilenden englischen Königin zuzujubeln und letztendlich mit diesem in die Tiefe zu stürzen.
Der vielfach ausgezeichnete Gert Voss spielt, nach der Inszenierung von Thomas Langhoff für das Burgtheater, den Herrenstein als grandioses Solo (In dieser Form erstmals in Österreich - alle anderen im Stück aufgeführten Rollen übernimmt er einlesend mit.)
"Gert Voss macht diese Figur zum Erlebnis. Lebenssprühend trotz Bewegungsunfähigkeit, hellwach, mit blitzschnell wechselnden Gedanken und Launen zündet Voss für diesen Menschen ein atemberaubendes Feuerwerk der Schauspielkunst, ohne ihn je an Äußerlichkeiten zu verraten." Münchner Abendzeitung
Mit: Gert Voss
Dramaturgie: Ursula Voss
Gastspiel
DO 10. 04. 08 19.30 / FR 11. 04. 08 19.30 / Di 15.04.08 19.30
Landestheater Niederösterreich, Rathausplatz 11, 3100 St. Pölten
Tel 02742/90 80 60 - 600, mailto:karten@landestheater.net , http://www.landestheater.net .
Aussender: Rupert Klima, Landestheater Niederösterreich, http://www.landestheater.net .