Als ob das Leben eines 18-jährigen noch nicht hart genug wäre, verkompliziert sich Sebastian sein Dasein zusätzlich: Um seinen kleinkarierten Vater zu ärgern, lässt er sich als Babysitter und Hausmann bei Familie Dumoulin in Genf engagieren.
Der Vater reagiert auf diese Neuigkeit mit Liebesentzug; er verstößt den undankbaren Jungen, der nicht in der familieneigenen Druckerei arbeiten möchte und nicht «wenigstens ein anständiges Studium - wie Jus oder Medizin» beginnt. Der Vater hat aber nichts mehr zu melden, denn schließlich ist der schüchterne Sebastian jetzt volljährig und frei. Die große Schwester findet sein Vorhaben auf jeden Fall «ächt cool».
Dem einengenden Elternhaus endlich entkommen, entpuppt sich die Arbeit als Jeune Homme aber auch nicht als Zuckerschlecken: Die Hausarbeiten verrichtet Sebastian mehr schlecht als recht, Baby Mahaut hat ihn zwar sofort ins Herz geschlossen, dafür geben sich die beiden anderen Kinder als absolute Nervensägen, ausserdem wird der junge Mann Abend für Abend widerwillig Zeuge der zerrütteten Ehe seiner Gasteltern.
Dann ist da auch noch die erotische Nachbarin, vor der man auf der Hut sein muss und schließlich gilt es die Tücken der ersten Liebe zu meistern.
Schweiz 2006, 98 Minuten, OmdU
Regie: Christoph Schaub. Mit: Matthias Schoch, Alexandra Vandernoot, Didier Flamand, Jennifer Decker, Nathalie Grandhomme, Anne-Marie Kuster, Hanspeter Müller-Drossaart, Mona Petri
Aussender: Karl J. Mayerhofer, kulturkk@ycom.at