Musik und Archäologie
20. bis 22. Juni 2008
Textilien
Die ältesten Textilfunde aus Feuchtbodensiedlungen sind 6000-4000 Jahre alt. An ihnen lassen sich Rohstoffgewinnung und Verarbeitungsweisen, teilweise noch der ehemalige Gebrauch, nachvollziehen.
Die Verarbeitung von tierischen und pflanzlichen Fasern (Flachs, Wollvlies, Bast, etc.) zu Schnüren, Fäden und Geweben war ein wichtiger Bestandteil des urgeschichtlichen Alltags.
Die Erfindung der Handspindel, bestehend aus Spindelstab und Spinnwirtel, stellte sicherlich einen großen Fortschritt in der Verarbeitung dieser Materialien dar.
Die Arbeit der spinnenden Frauen und Männer dürfte hoch geschätzt worden sein. Oft tauchen Spinnwirtel aus Ton als Grabbeigaben auf.
Die mit Hilfe der Handspindel erzeugten Textilien standen in ihrer Oberflächenstruktur den heutigen Vorstellungen von Wollgeweben und Leinen um nichts nach und die Technik hat sich in verschiedenen Kulturen bis heute fast unverändert erhalten.
Zur Technik der Wollverarbeitung mit der Handspindel
Die Verarbeitung der Wolle erfordert eine vorherige Reinigung. Das Schafvlies wird nach der Schur mit kaltem Wasser gewaschen, damit das Wollfett Lanolin als natürlicher Schutz erhalten bleibt. Danach wird das getrocknete Vlies mit der Hand gezupft und von Knollen, Stroh, etc. befreit. Mit Wollkratzern (Kardätschen oder Karden) werden die Wollfasern anschließend aufgelockert und in eine Richtung geordnet. Das so bearbeitete Vlies ist nun spinnfertig.
Die Spindel besteht aus einem Spindelstab und dem aufgesteckten Spinnwirtel aus Ton, Stein, Holz, etc. Am häufigsten treten scheibenförmige, kugelige oder konische Formen auf. Spinnwirtel aus Holz bestehen oft aus zwei kreuzförmig verbundenen Balken.
Beim Spinnen bereitet die eine Hand das Verdrehen der Faser vor, die andere hält die Spindel, die am Faden hängt. Mit der Hand werden gleichzeitig aus dem Wollvlies Fasern herausgezupft, die sich zu einem Faden verdrehen lassen. Wenn die Spindel den Boden erreicht hat, wird der versponnene Faden um den Spindelstab gewickelt.
Zwei oder mehrere gesponnene Fäden werden gegen die ursprüngliche Drehrichtung ineinandergedreht, wodurch ein Faden entsteht, der stärker ist und sich besser zur Weiterverarbeitung (Weben, Stricken, etc.) eignet.
Freitag:
Workshops von 8 bis 20 Uhr
Ab 7.30 Uhr ?Tag der Schulen?
Neues Leben in der Keltenstadt
Kinder erstürmen die massiv befestigte keltische Siedlung aus dem 1. und 2. Jahrhundert vor Christus. Keltenfürst, Krieger und Archäologen empfangen die Kinder in der Keltenstadt
Ca. 21.30 Uhr Feuershow mit Gwendolin
anschließend Seven Meadows/Hétrét
Samstag:
Workshops von 10 bis 20 Uhr
Festbeginn mit Joculatore Primae Noctis
Ca. 14.30 Uhr Keltenhochzeit
Ca. 16.00 Uhr Highland Games
Anschließend Blackbush
Danach Fackelwanderung und Entzündung des Sonnwendfeuers
Feuershow
Danach Patrick McMullan & The Irish Rovers of Belfast und Budapest
Sonntag:
Beginn 10 Uhr
Workshops von 10 bis 18.00 Uhr
ca. 11 Uhr Doc´s off
ca. 15 Uhr Highland Games
Danach Kalan
Archäologische Vorführungen:
Weben, Spinnen, Lederverarbeitung, Holzbearbeitung, Drechseln, Geweihschnitzen, Korbflechten, Schmieden, Keramik
Am Festplatz:
Naturwerkstatt, Basteln mit Naturmaterialien, Steckenpferd, Weben, Filzen, Schminken, etc.
Keltenmarkt, Besenbinden, Keltische Kampfspiele, Ponyreiten, Körperbemalung Keltische Speisen, Dudelsackspieler, Trommler, etc.
Zeitpunkt der Führungen wird bei der Information bekannt gegeben
Naturwerkstatt: Sa von 12-18 Uhr
So von 10-18 Uhr
Eintritt:
Freitag: Erw. ? 5, Kinder ? 4
Sa. u. So.: Erw. ? 8, Kinder ? 4
Familienpasswochenende:
Samstag, 21. Juni 08 von 14 bis 18 Uhr
Sonntag, 22. Juni 08 von 10 bis 18 Uhr
Eintritt für Familien mit NÖ Familienpass:
Erwachsene Euro ? 6 statt Euro ? 8
Kinder frei
Von Kopf bis Fuß keltisch Gewandete ? 1 / 2 Eintrittspreis
Aussender: Marktgemeinde Schwarzenbach, Renate Kuehteubl, Markt 4, 2803 Schwarzenbach,
Tel 02645/5201, Fax 02645/52017, gemeinde@schwarzenbach.gv.at, www.schwarzenbach.gv.at,
www.celtovation.at