Die Arbeiten sind bis 30. September vor Ort zu sehen.
Kostenloser Shuttlebus von Wien nach Lunz am See: ab Wien, Universität, Grillparzerstraße / Ecke Rathauspark, Abfahrt: 15.30 Uhr, Rückfahrt: ca. 21.00 Uhr. Um Anmeldung wird gebeten unter (0)2742 9005 16273
Die Kooperation zwischen Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich und dem Festival wellenklaenge lunz am see geht 2008 bereits in das fünfte Jahr. Die bis dato realisierten Arbeiten und Projekte von Francesco Mariotti, Canan Dagdelen, collabor.at und Deutschbauer & Spring gaben bereits einen Einblick in die formal wie inhaltlich vielfältigen Möglichkeiten, sich an einen Ort anzunähern. Georgia Creimer setzt die Reihe fort.
Bezug nehmend auf das diesjährige Thema ?Heimreise? von wellenklaenge lunz am see begab sich die aus Brasilien stammende und seit 20 Jahren in Wien lebende Künstlerin Geogia Creimer in ihrer Heimat auf die Suche nach einem Ort, der von seiner Größe, geografischen Lage und Geschichte Parallelen mit Lunz am See aufweist und fand diesen in Lençóis in der Region Bahia. In beiden Orten bewegte sich die Künstlerin als Touristin, als Fremde, hielt die Landschaft, die Architektur und Situationen mittels Fotografie fest und führte Gespräche mit den BewohnerInnen. Aus einer Vielzahl an Eindrücken wählte Georgia Creimer 28 Fotos aus dem Ort Lençóis aus und stellt diese in Form von Bildtafeln auf Stelen an von ihr ausgewählten Plätzen in Lunz am See auf. Die in der Fotografie abgebildeten Situationen sollen mit der Umgebung vor Ort in einen Dialog treten.
?Auch wenn diese Welten gar nicht zu vergleichen sind, ist es möglich, Begegnungspunkte zu finden und in einen Dialog zu treten. Das Projekt Geliehene Landschaft lässt über Fremdes und Eigenes reflektieren und setzt Lunz am See in poetischem Sinne in ein Verhältnis zur Welt. Ähnlichkeiten und Unterschiede werden sichtbar, Verbindendes aber auch Abgrenzendes wird spürbar.? (Georgia Creimer)
Zur Arbeit entsteht neben einem Folder, der die Interessierten zu den unterschiedlichen Standorten, vom Ortskern zur Seepromenade und entlang des Gehweges rund um den See führt, auch eine Publikation, in der die Dokumentation der Installation durch Erzählungen von BewohnerInnen aus Lençóis und Lunz am See ergänzt wird.
Georgia Creimer wurde 1964 in Sao Paulo geboren und lebt seit 20 Jahren in Wien. Sie arbeitete zunächst als Malerin und begann bald den Raum in ihre Gemälde mit einzubeziehen. Heute beschäftigt sie sich hauptsächlich mit Fotografie und Installationen. In Niederösterreich errichtete sie bereits die permanente Installation ?hands on tables? in der Sandgrube 13 wein.sinn in Krems.
Weitere Informationen zu der Eröffnung unter www.publicart.at
Aussender / Kontakt: Katrina Petter, Amt der NÖ Landesregierung, Abteilung Kultur und Wissenschaft, Landhausplatz 1, 3109 St. Pölten, Tel 02742/9005-13504, katrina.petter@noel.gv.at