Drechslervorführung mit Josef Tanzberger
Josef Tanzberger ist Drechsler mit Leib und Seele. An seiner Drechselbank führt er die Kunst des alten Handwerkes vor und präsentiert viele selbst gefertigte Exponate. Als junger Tischler schnupperte er schon in diesen Beruf hinein und entdeckte seine Liebe zur Drechslerei. Er baute sich eine eigene, kleine Drechselbank und wagte sich gleich an etwas Schwieriges ? eine Kugel. Schließlich ist die Kugel auch im Zunftzeichen der Drechsler zu finden. Weil ihm dieses Werkstück so wunderbar gelang, probierte er weiter. Das ist jetzt 38 Jahre her.
Seither ist drechseln zu seinem großen Hobby geworden und Josef Tanzberger kann durch seine Erfahrung alle Holzarten drehen. Unter Berücksichtigung der Mondphasen fällt er Bäume, die im Sägewerk zu Bohlen geschnitten werden. Sie bilden das ideale Rohmaterial für seine Drechslerarbeiten. Beim Streckhof aus Bad Pirawarth, in dem eine alte, originale Drechselbank steht, zeigt Josef Tanzberger kleine Drechslereien, vergleicht das Arbeiten mit dem jahrhunderte alten Vorgänger und präsentiert seine vielfältigen Werkstücke, die von Vasen, Tortenständern, Ostereiern, Weihnachtglocken und Nussknackern reichen, bis zu einem schmucken Zylinder aus Holz.
Drechslervorführung mit Josef Tanzberger am Sonntag 3. August 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr im Streckhof aus Bad Pirawarth
Hartes Brot - Romana Railender erzählt, wie schwer es in einem Weinviertler Dorf war, sich sein tägliches Brot zu verdienen.
Die Aussaht, die Ernte, der Drusch waren wichtige Tage im Jahreskreislauf eines Landwirtes. Bauern fühlten sich der Natur und dem Herrgott ausgesetzt. Darum wurde ein Laib Brot stets in Demut mit drei Kreuzen versehen, bevor er angeschnitten wurde. Knecht, Dirn und die alten Leute, die ?Ahnln? waren wiederum auf die Güte der Bauern angewiesen, um zu ihrem täglichen Brot zu kommen. Davon und viele andere Geschichten erzählt Romana Railender in ihrer Themenführung Hartes Brot.
Das Brot der Bauern war meist steinhart, weil nur alle zwei Wochen frisch gebacken wurde. Das ersparte viel Arbeit und es wurde weniger davon gegessen. Dann wurde es hoch oben verwahrt, auf dem Brotreim, unerreichbar von Mäusen und den zahlreichen Kindern. Doch das Brot gehört zu den unverzichtbaren Grundnahrungsmitteln. Die Arbeit eines ganzen Jahres war notwendig, um seine Grundsubstanz dafür zu erhalten, das Brot-Getreide. Romana Railender verfolgt auch diesen Weg, vom Säschurz über die Mühle bis zum Backofen. Dort können die Besucher den Geschmack und Duft des frischen Brotes genießen.
Themenführung mit Romana Railender ?Hartes Brot? Romana Railender erzählt, wie schwer es in einem Weinviertler Dorf war, sich sein tägliches Brot zu verdienen am Sonntag 3. August um 16:00 Uhr, Treffpunkt Eingangsgebäude
Aussender / Infos: Weinviertler Museumsdorf Niedersulz, 2224 Sulz im Weinviertel, Tel 02534/333, Fax 02534/333-20, info@museumsdorf.at , www.museumsdorf.at