Weinbauerntochter Erni Bauer kennt die Arbeit im Weingarten und im Keller schon seit ihren Kindertagen. Im Museumsdorf Niedersulz verfolgt sie anhand von mehreren Objekten, wie dem Weinwagen, dem Sattlerhaus, dem Binderkasten, der Kellergasse oder einer Hengstpresse die dörfliche Arbeit mit und rund um den Wein.
Erni Bauer hat auf dem Hof der Eltern von Anfang an fleißig mitgearbeitet. Sie kennt es noch, wie die alte Stockkultur bearbeitet wurde und hat damals das Pferd durch den Weingarten ?g´weist?. Ihr Großvater und dessen Bruder haben den Wein mit dem stabilen Weinwagen nach Wien gefahren. Denn früher war der in den Kellern gelagerte Wein wichtiges Kapital zum Wirtschaften. Der Weinbau hatte von jeher große wirtschaftliche Bedeutung für das Weinviertel. Ganze Berufszweige konnten von der bäuerlichenWeinwirtschaft leben: Der Wagner, der Fassbinder, der Zimmermann, der Sattler. Erni Bauer erklärt alte Arbeitsweisen: Wie auf dem Gaid die gemaischten Weintrauben in das Presshaus auf die Baumpresse rutschten, wie mit dem Sechterl frischer Most geschöpft wurde, wie mit dem Tupfheber der junge Wein aus dem Fass gezogen wurde. Und sie erzählt, wie die ?Köllamauna? mit dem ?Köllazega? manchmal picken geblieben sind und warum das ?Quarglkastl? in der großen Hengstpresse wichtig und der ?Bittl-Wein? für die jungen Dorf-Burschen so interessant war.
?Tupfheber, Bittl und Hengst? Themenführung über die Arbeit rund um den Wein mit Erni Bauer, Termine:
Samstag, 23. August
Sonntag, 24. August
Sonntag, 28. September
jew. 16 bis 17.30 Uhr
Info / Aussender: Weinviertler Museumsdorf Niedersulz, 2224 Sulz im Weinviertel, Tel 02534/333, Fax 02534/333/20, info@museumsdorf.at, www.museumsdorf.at