In Der Gedankenprojektor setzt sich das Künstlerkollektiv alien productions mit der auf Nikola Teslas technischer Utopie einer Apparatur zur fotografischen Abbildung von Gedanken auseinander. Nikola Tesla (1856?1943), "ein vergessenes Genie der elektrischen Wissenschaft", wollte eine Apparatur bauen, mit der man Gedanken fotografieren könne. Diese Möglichkeit eines aufwändig zu entwickelnden Bildtransfers hat das Interesse von alien productions aus unterschiedlichen Gründen geweckt: Zunächst aufgrund überlieferter historischer Begebenheiten oder Phänomene. So zum Beispiel das im Auge Verstorbener letzte gespeicherte Bild, das anlässlich eines gewaltsamen Todes auch den Mörder festgehalten haben soll, oder die okkulten "Aura-Fotografen", die sogar ohne Kamera auf lichtempfindlichem Papier nur durch Konzentration in der Lage gewesen sein sollen, ihre Gedanken festzuhalten.
Eine hochprofessionelle, in der Augenmedizin eingesetzte Funduskamera von ZEISS lichtet die Retina, den Augenhintergrund, und die Iris der BesucherInnen ab. Als "Gedankenfries" werden die verborgenen Gedanken der BesucherInnen, die sich auf der Retina abgebildet haben, an die Wand des Ausstellungsraumes projiziert.
Auf http://alien.mur.at/gedankenprojektor finden Sie alle Internetstreams und können mit Ihrem Download-Ticket Ihr eigenes Augenbild herunterladen. "Der Gedankenprojektor" wurde vom Künstlerhaus Graz (Werner Fenz, Evelyn Kraus) im September/Oktober 2007 erstproduziert und vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur (bmukk) und der Land Steiermark Kultur gefördert. Die Gedanken werden gelesen mit einer Funduskamera von ZEISS.
Ort: Landesgalerie Linz, Museumsstrasse 14, 4010 Linz, 4. - 9. September 2008 täglich 10 - 19 Uhr, links: ARS Electronica - www.aec.at/de/index.asp , Landesgalerie Linz - www.landesgalerie.at/de/lg , Der Gedankenprojektor - http://alien.mur.at/gedankenprojektor
Aussender: alienproductions http://alien.mur.at [ Martin Breindl | Norbert Math | Andrea Sodomka | August Black ]