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Niederösterreichische Landeskorrespondenz

?ernst krenek forum" in Krems eröffnet

Pröll: Signal für Bemühen und Verantwortungsbewusstsein

Im Klangraum Minoritenkirche in Krems-Stein nahm am vergangenen Samstag Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Eröffnung des ?ernst krenek forums" vor, das im Minoritenkloster untergebracht ist und Leben und Werk des im Jahr 1900 in Wien geborenen Komponisten zeigt.

Der Landeshauptmann sprach von einem ?historischen Ereignis" und bezeichnete den österreichischen Künstler Krenek als ?vielschichtige und tief geprüfte Persönlichkeit, die auf der ganzen Welt und in mehreren Zeiten zuhause war" und eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts sei. Der Minoritenplatz bzw. die Kulturstadt Krems, wo sich etwa auch bereits das ?forum frohner" befindet, würde, so Pröll, den geeigneten Ort zur Unterbringung dieses neuen Forums abgeben. Obwohl Krenek lediglich einen Zweitwohnsitz in Niederösterreich gehabt habe, passe dieses Forum nach Niederösterreich, weil man hierzulande in der kulturpolitischen Arbeit besonderes Augenmerk darauf lege, dass KünstlerInnen hier weiterhin eine Heimstätte haben. ?Das 'ernst krenek forum' ist einerseits ein Signal für das Bemühen Niederösterreichs, die Werke und Werte von KünstlerInnen zu bewahren und andererseits dafür, solche Werke für die nächsten Generationen zu erhalten", so Pröll.

Der gebürtige Wiener Ernst Krenek, der in seiner Heimatstadt bereits mit 16 Jahren sein Kompositionsstudium begonnen hatte, hat den Großteil seines Lebens im Ausland verbracht. Sein Weg führte ihn etwa nach Deutschland und in die Schweiz; 1938 emigrierte er in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo er eine intensive Lehrtätigkeit begann und auch selbst weiter künstlerisch tätig war. Krenek komponierte bis in seine letzten Lebensjahre und schuf mehr als 200 Werke aller Gattungen. Krenek starb 1991 in Palm Springs; beigesetzt wurde er in einem Ehrengrab am Wiener Zentralfriedhof. Kreneks niederösterreichischer Zweitwohnsitz befand sich in der Stadt Mödling. Auch zur Wachau bzw. zu Krems hatte der Künstler eine enge Beziehung.

Das neue ?ernst krenek forum", das Teil des neuen Museumskomplexes am Minoritenplatz in Krems-Stein ist und Kreneks Nachlass beherbergt, kann als interdisziplinärer, multimedialer und offener Treffpunkt für Musik und Wissenschaft und zugleich als Schnittpunkt vieler musikalischer Netzwerke verstanden werden. Konkret geplant sind hier Musik- und Vermittlungsprojekte, Gespräche und Vorträge mit bzw. für Musikinteressierte oder auch die Zusammenarbeit mit Festivals.

Nähere Informationen: ernst krenek forum, Telefon 02732/715 70, e-mail office@krenek.com , www.krenek.com .

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