Zu diesem Thema lesen: Erwin Riess, Gerhard Ruiss & Sylvia Treudl
EINTRITT: EUR 8,- /erm. EUR 6,-
Blut und Boden, jene Formel, die im Nationalsozialismus Pate stand für die Bildung einer neuen "Herrenrasse" aus dem angeblich rassisch besonders gesunden deutschen Bauerntum, gilt auch als Synonym für die einschlägige Dichtung, welche dem Naziterror wertvolle ideologische Dienste leistete.
ERWIN RIESS
Geboren 1957 in Wien, absolvierte seine Schulzeit in Krems, ist Behindertenaktivist und seit 1994 freier Schriftsteller. Zu seinen Arbeitsgebieten zählen Essay, Kritik, Polemik, Satire, Prosa sowie Theaterstück, Hörspiel und Drehbuch. Der erklärte Liebhaber der Donau-Schiffahrt und versierte Kenner der Kremser Regionalgeschichte geht mit Sarkasmus gegen eine barrierenbehaftete, ignorante und neoliberal organisierte Welt vor.
Jüngste Publikationen: Stücke 1994 - 2004. Theaterstücke (2004); Der letzte Wunsch des Don Pasquale. Roman (2006).
GERHARD RUISS
Geboren 1951 in Ziersdorf/NÖ; seit 1978 freiberuflicher Schriftsteller, Musiker und freiberuflicher Geschäftsführer der IG/AutorInnen. Schreibt Gedichte, dramatische Kurztexte, komponiert Schlagertexte um. In schönster dichterischer Radikalität beleuchtet er (gesellschafts)politische Zusammenhänge, das vorgeblich Unwesentliche wie das angeblich Großartige.
Jüngste Publikationen: Und wenn ich nun noch länger schwieg', Lieder Nachdichtungen, Gerhard Ruiss / Oswald von Wolkenstein (2007); Herz, dein Verlangen, Lieder Nachdichtungen 2 (2008).
SYLVIA TREUDL
Geboren 1959 in Krems und da aufgewachsen, lebt in Wien und im Weinviertel, arbeitet als ULNÖ-Aktivistin in Stein; schreibt Gedichte, Essays, Prosa, Kolumnen, Rezensionen; setzt sich an diesem Abend in erster Linie mit der "großen Tochter der Region", der Heimatdichterin Maria Grengg auseinander, deren Geburtshaus neben Treudls ehemaliger Volksschule in der Steiner Altstadt angesiedelt ist.
Es fällt mir schwer, mit dem Begriff "Heimatliebe" zu arbeiten. Zu sehr konnotiere ich, gesegnet mit der "Gnade der späten Geburt", immer noch etwas, das nach Blut und Boden schmeckt.
Beginn: 20 Uhr. Ort: Unabhängiges Literaturhaus NÖ, Steiner Landstraße 3, 3504 Krems / Stein. Tel 02732/72 884, www.ulnoe.at
Aussender: Wolfgang Kühn, 0664/432 79 73, dummail@gmx.at