Gegenden fern der Heimat sind bestimmend für das Programm und die Ausführenden des Abends. Jean Sibelius, der bekannteste finnische Komponist, schrieb seinen berühmten «Valse triste» als Teil einer Schauspielmusik. Die donnernden Klavierkaskaden am Beginn des Klavierkonzerts von Edvard Grieg entstanden, als der Norweger durch Dänemark reiste. Nach seinen Vorstellungen wollte er «Wohnstätten für die Menschen bauen, in denen sie sich heimisch und glücklich fühlen» - ein Versuch, der mehr als geglückt bezeichnet werden darf. Und Antonín Dvoráks Symphonie «Aus der neuen Welt» stand am Ende eines dreijährigen Aufenthaltes in den USA, in denen der tschechische Komponist im Geiste amerikanischer Volkslieder komponierte, dabei aber auch seine Sehnsucht nach der «Alten Welt» zum Ausdruck brachte, die er hinter sich gelassen hatte. In St. Pölten (29. 9.) steht anstelle der Dvorák-Symphonie die Symphonie Nr. 5 von Beethoven auf dem Programm, ein Werk voller Dramatik und Sehnsucht nach Geborgenheit. Mit diesen Werken im Gepäck werden die Tonkünstler zu Beginn der Saison ebenso wie die Komponisten auf Reisen gehen - nach Japan. Begleitet werden sie dabei von der Pianistin Ayako Uehara, mit der sie das Programm vor ihrer Abreise auch in Österreich präsentieren.
Fremde Heimat
So 28. 9., 16 Uhr, Wien | Musikverein | Großer Saal
Mo 29. 9., 19.30 Uhr, St. Pölten | Festspielhaus | Großer Saal
Information und Tickets
Tonkünstler-Kartenbüro, MuseumsQuartier Wien, Museumsplatz 1/e-1.2, 1070 Wien, Tel 01/586 83 83, Fax 01/587 64 92, tickets@tonkuenstler.at , www.tonkuenstler.at . Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9 - 17.30 Uhr
Aussender: NÖ Tonkünstler Betriebsges.m.b.H., Kulturbezirk 2, 3109 St. Pölten