Der Kulturverein "in_between : culture" in Gänserndorf lädt zum Vortrag "Gyürüfü - Wiedergeburt eines Dorfes". Am 4. Oktober 2008 um 18.00 Uhr spricht Univ. Ass. Imre Kilián, Obmann des Vereins "Gyürüfü" über die Entstehungsgeschichte des Ökodorfes, das von einer Gruppe junger Menschen in einem zauberhaften Tal in SW-Ungarn wachgeküsst wurde. Ort ist der Veranstaltungssaal der Co-Housing Siedlung "Lebensraum", Gänserndorf 2230, Tannengasse 1. Nach Vortrag und Diskussion laden wir zum kleinen Buffet. Die Veranstaltung wurde gefördert aus dem NÖ Fitnessprogramm. Organisation und Konzept: in_between : culture, Kulturverein zur Förderung des kulturellen Austausches, 2230 Gänserndorf, Tannengasse 1/20, www.inbetween.at
Im 20. Jahrhundert hatte Gyürüfü ca. 200 Einwohner, die in relativem Wohlstand lebten. Aufgrund der kommunistischen Siedlungspolitik erhielt das Dorf immer weniger Entwicklungszuschüsse, was dazu führte, dass es 1974 auch noch von den letzten Einwohnern verlassen wurde. Trotz der Nachrichtensperre in kommunistischen Ungarn hat sich die Nachricht über das Aussterben des Dorfes im ganzen Land verbreitet und wurde gleichzeitig ein Symbol des Todes und der Zerstörung.
Anfang der 90-er Jahre wurde das verfallene Dorf durch Jugendliche der grünen Bewegung wieder entdeckt. Im Zuge des politischen Umschwunges und Übergangs in die Marktwirtschaft gründeten sie 1991 die Gyürüfü Stiftung, die dann 1992 eine Grundfläche von 174 ha erwarb. Ziel war die Gründung eines Ökodorfes, in dem die Einwohner eine zusammenlebende und- arbeitende Gemeinschaft bilden und durch Nutzung von naturfreundlichen Technologien harmonisch mit der Natur zusammenleben. Heute leben in Gyürüfü 8 Familien mit ca. 30 Einwohnern. Die Entwicklung und Besiedlung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Endziel ist eine Einwohnerzahl zwischen 200-300.
Aussender: DI Ildikó Séra, in_between : culture, Tel 0650/203 29 26, inbetween@gmx.at