Mit Fachwissen, Logistik und Reisespesen unterstützt die Österreichische Bernsteinstraße den Schweizer Künstler und Theatermacher Markus Zohner, der wahrscheinlich als erster Mensch die gesamte Bernstraße begehen will.
Zohner, 43 Jahre alt und 2,07 m groß, ist am Dienstag, den 16. Dezember 2008 in Venedig aufgebrochen. Der erste Tag führte ihn von Zattere, östlich des Markusplatzes durch die vom Regen aufgepeitschte Lagune nach Altino, einer ehemals römischen Stadt am Knotenpunkt der Via Annia - einem Teilstück der Bernsteinroute mit der Via Claudia Augusta. So wie viele Jahrhunderte üblich, erfolgte die Überfahrt per Schiff, nachdem die Landanbindung von Venedig an das Festland erst im 19. Jahrhundert mithilfe der heutigen Eisenbahn- und Straßenbrücke realisiert wurde. Nach etwa 500 km wird der Künstler voraussichtlich schon im Februar 2009 Niederösterreich bzw. das Weinviertel ansteuern.
Bis zum Herbst 2009 will Markus Zohner St. Petersburg am nördlichen Ende der historischen Bernsteinstrasse erreichen. Entlang dieser wichtigsten Nord- Süd-Verbindung von der Antike bis ins Mittelalter wird er 10 Länder durchqueren und ca. 3.200 km zurücklegen.
Es wird für ihn eine Entdeckungsreise durch das Herz Europas, durch Länder, Zeit, Geschichten und Geschichte; auf einer uralten Handelsroute, die schon immer die Kulturen Europas verbunden hat. Gleichzeitig stellt diese Reise für ihn eine Unterbrechung seiner bisherigen weltweiten Theatertourneen, eine entschleunigte Version von Reisen mit minimalistischem Reisegepäck dar.
Kameraausrüstung, GPS-Handy und Papier zählen zum wichtigsten Reisegepäck des Künstlers. Mit Hilfe von periodischen Berichten in mehreren Zeitungen, elektronischen Medien wie auch standard-online und einem Webblog wird Markus Zohner auch interessierte, virtuelle Mitreisende an seiner Odysee teilhaben lassen.
Die Vorausplanung der Route war nicht einfach; der exakte Verlauf der Bernsteinstrasse ist nur von Venedig bis Aquileia und weiter nach Ljubljana, Celje, Ptuj, Szombathely, Sopron, Neusiedlersee und Carnuntum einigermaßen exakt nachvollziehbar. So wie im Mittelburgenland existieren hier noch Reststücke der historischen Römerstraßen. Von der Donau nordwärts ins Weinviertel, über Tschechien nach Polen und ins Baltikum werden teilweise von Fundstellen belegte Routenführungen nachgewiesen.
Die Recherche und Zusammenführung der einzelnen Straßendokumentationen übernahm die Österreichische Bernsteinstraße mit Richard Resch, einem langjährigen Experten zu diesem Thema. Dieser führte die Einzelpuzzles zu einer nun für jedermann zugänglichen ? und mit dem GPS des Reisenden kompatiblen - Karte in google.maps zusammen. Damit kann auch der exakte Reiseverlauf über die Homepage www.amberroad.ch mitverfolgt werden.
Durch die europaweiten Kontakte, die im R.O.M.E Projekt der Österreichischen Bernsteinstraße aufgebaut wurden und in einem zukünftigen Projekt weitergeführt werden sollen, können auch wertvolle Informationen und vor allem Kontaktpersonen für eine abschnittweise Unterstützung des Projektes eingebracht werden. Als mögliche Ergebnisse der Reise sind Reisebuch und Bildband sowie Ausstellungen entlang der Europäischen Bernsteinstrasse angedacht.
Links: www.amberroad.ch , www.bernsteinstrasse.net , www.derstandard.at/?ressort=dieReise
Aussender / Infos: Die Österreichische Bernsteinstraße, Elisabeth Schiller, 2130 Mistelbach, Wiedenstraße 2/1, www.bernsteinstrasse.net