Am Mittwoch, dem 28. Jänner 2009, findet im NÖ Landesmuseum St. Pölten die ?Nacht der Venus? statt. Mit dieser Veranstaltung soll die Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Nachbarn vertieft werden. Die NÖ Landesakademie hat gemeinsam mit dem Regionalmuseum Mikulov nach dem Jubiläumstrubel rund um die wohl berühmteste Frauenfigur Österreichs, der Venus von Willendorf, unterschiedlichste Veranstaltungen rund um die Venusforschung initiiert.
?Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit unseren tschechischen Nachbarn ist mir ein großes Anliegen und ich freue mich, dass es gelungen ist, dieses Projekt gemeinsam mit Mikulov zu starten,? erklärt Landesrätin Mag.a Johanna Mikl-Leitner, zuständig für EU-Angelegenheiten. Auftakt dieser Kooperation ist das Symposium ?Die Nacht der Venus? am 28. Jänner 2009 im Landesmuseum Niederösterreich. Die Veranstaltung bildet auch gleichzeitig der Schlussakkord der Ausstellung ?Mammut, Mensch & Co?. Im Rahmen des Symposiums wird der Film ?VENUSGESCHICHTEN Venus von Willendorf und Venus von Dolni Vestonice- eine österreichisch-tschechische Kulturgeschichte? von Mag.a Anita Lackenberger und Mag. Gerhard Mader gezeigt. Im Anschluss diskutieren die ExpertInnen Dr.in Walpurga Antl-Weiser, Dr.in Christine Neugebauer-Maresch, Univ.Prof.Mag. Dr.in Rotraud Perner, Psychoanalytikerin und Prof. Dr. Jiri Svoboda Deutungsansätze der Venuskulturen, auch der Genderaspekt wird dabei beleuchtet.
Weitere Höhepunkte in dieser Nacht: Eine sphärische Klanginstallation von DJ Maria Magdalena und eine Nachtführung durch die Ausstellung ?Mammut, Mensch & Co?. Eröffnung und Einleitung durch Dr. Carl Aigner, Direktor des Landesmuseums, Dr. Christian Milota, Geschäftsführer der NÖ Landesakademie und Mag.a Johanna Mikl-Leitner, Landesrätin.
Schwerpunkte des Projekts:
Im Rahmen des Projekts werden grenzüberschreitende Symposien und Tagungen mit nationalen und internationalen VenusforscherInnen durchgeführt. In Österreich sind die Venus-ExpertInnen Dr.in Walpurga Antl-Weiser (Naturhistorisches Museum), Dr.in Christine Neugebauer-Maresch (Österr. Akademie der Wissenschaften) und in Tschechien Univ. Prof. Jiri Svoboda (Universität Brünn) am Projekt beteiligt und tragen wesentlich zur inhaltlichen Gestaltung bei. Bis 1918, dem Ende der Monarchie, gab es eine sehr enge Kooperation zwischen den österreichischen und tschechischen Forschungsstätten, die aufgrund der politischen Veränderungen auseinander brach. Dieser Bruch vertiefte sich noch nach 1945. Die Erforschung der Venuskulturen, die sich von Spanien bis Russland zieht, teilte sich in einen östlichen und westlichen Forschungskreis. Das Projekt Venus von Willendorf & Venus von Dolni Vestonice soll dazu beitragen, diese beiden Forschungskreise wieder näher zueinander zu führen. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist es, die kulturtouristische Zusammenarbeit der Forschungsstätten und archäologischen Museen Niederösterreichs zu entwickeln. Sowohl in Niederösterreich als auch in Tschechien (Mähren) befinden sich bedeutende altsteinzeitliche Fundstätten. Weiters werden in Form von grenzüberschreitenden Schulexkursionen und einer gemeinsamen Unterrichts-DVD vor allem die Kinder und Jugendlichen der beiden Nachbarländer auf die bedeutenden altsteinzeitlichen Fundstätten im österreichisch-tschechischen Grenzraum, aber auch die gemeinsame Kulturgeschichte aufmerksam gemacht. Ein wesentlicher Aspekt des Projektes ist es, dieses aus ?Frauensicht? (oder der Genderperspektive) zu begleiten und zu gestalten.
Das Projekt ?Venus von Willendorf & Venus von Vestonice? wird im Rahmen der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ) durchgeführt und durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, der Abteilung Raumordnung und Regionalentwicklung, der Abteilung Kultur und Wissenschaft und des Frauenreferats der Niederösterreichischen Landesregierung sowie des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur gefördert.
Ausarbeitung und Gesamtkoordinierung: Mag.a Anita Lackenberger und Mag.a Bettina Pöschl-Bubenicek.
Anmeldung: Renate Aschinger, Tel 02742/294 174 38, Fax 02742/294 174 38, renate.aschinger@noe-lak.at ; Information: Mag.a Bettina Pöschl-Bubenicek, Tel 0699/12 17 78 99, info@projektvenus.eu , www.projektvenus.eu
Aussender: Andrea Parzer, NÖ Landesakademie, Neue Herrengasse 17A, 3109 St. Pölten, Tel 02742/294 DW 174 02, Fax 02742/294 DW 174 04, andrea.parzer@noe-lak.at , www.noe-lak.at