? dem Glauben auf der Spur??mit einer weißen Linie durch die Kirche reisen.
Eine Linie, die sich frei ergeht, ein Spaziergang um seiner selbst willen, ohne Ziel. Ein Punkt, der sich verschiebt, der sich spontan ? wie ein Tier - durch Raum und Zeit bewegt. Der manchmal etwas erforscht und wenn es genug ist weiterzieht, manchmal Freude ? oder ein anderes Gefühl - erlebt und das ausdrückt, manchmal von etwas angezogen ist ? von dem Einen ? und danach strebt. In seiner eigenen Zeit(losigkeit). Eine Linie des Seins. Briant Rokyta, Bildender Künstler
"Kunst ist nicht dazu da, abzubilden, sondern sichtbar zu machen." Dieser Satz aus dem Freisinger Diözesanmuseum ist für mich das Deutungswort zur Kunstaktion von Briant Rokyta in der Stadtpfarrkirche Gänserndorf. Ich denke, er wird uns schauen lehren, was wir immer schon sehen und uns auf eine Entdeckungsreise (des Glaubens) entführen. Eduard Schipfer, Pfarrer von Gänserndorf
Briant Rokyta schreitet einen Tag lang diesen Kirchenraum mit großer Aufmerksamkeit ab, um eine Spur zu finden, um eine Idee davon zu bekommen, was hier ist. Mit einem Stück Kreide in der Hand zieht er seine Spur durch die Kirche und meditiert dabei vielleicht Fragen nach der Bedeutung der verschiedenen Nieschen, Objekte, Tabubereiche, Einrichtungsgegenstände oder Fragen nach dem Begehren jener, die hier ein- und ausgehen. Lauter Fragen, deren Antworten sich bei genauerer Betrachtung immer mehr entziehen. Briant Rokytas künstlerische Intervention ist v.a. eine Einladung, diese ?gelegte Spur? als Ausgangspunkt wahrzunehmen, um auf eine neue Weise der eigenen Lebens- u. Glaubensgeschichte nachzuspüren. Martha Plößnig, kunst.dünger, Projektleitung
Zeitgenössische Kunst im sakralen Raum, Eröffnung: 8. März 09, 18.30 Uhr, Stadtpfarrkirche 2230 Gänserndorf. Im Anschluss an die Eröffnungsliturgiefeier gibt es die Möglichkeit, mit dem Künstler ins Gespräch zu kommen. Die Ausstellung ist bis zum 29. März rund um die Sonntagsgottesdienste (9.30 u. 18.30 Uhr) oder nach Terminvereinbarung Tel 02282/25 36 zu besichtigen.
Aussender / Infos: kunst.dünger in Zusammenarbeit mit der Pfarre Gänserndorf und der Katholischen Jugend, Tel 02534/644, Martha Plößnig, www.kunstduenger.und-so.at